Rätselhafter Angriff: Frau ruft Polizei mit Finger des Angreifers im Mund

Hamburg - Vor dem Amtsgericht in Hamburg-Bergedorf hat am Dienstag der Prozess um einen mutmaßlichen Sex-Angriff begonnen, der sich bereits vor vier Jahren ereignet haben soll.

Büsra Y. steht vor dem Verhandlungssaal im Amtsgericht Bergedorf.
Büsra Y. steht vor dem Verhandlungssaal im Amtsgericht Bergedorf.  © Florian Büh

Der heute 28-jährige Ali A. soll eine junge Frau (heute 27) auf offener Straße angegriffen und gewürgt haben.

Büsra Y. befand sich in den Morgenstunden des 7. März 2015 gerade auf dem Heimweg, als der mutmaßliche Täter sie verfolgt und von hinten in eine Grünanlage nahe der Korachstraße in Allermöhe gezerrt haben soll.

Das Opfer will sich mit einem beherzten Biss in den Finger des Mannes zur Wehr gesetzt haben. Anschließend rief sie die Polizei, noch während sie den Finger des Mannes im Mund hatte. Doch gab es überhaupt einen solchen Anruf? Und wieso ließ der mutmaßliche Täter sie einfach mit der Polizei telefonieren, während er angeblich noch auf ihr lag?

Die Frau erlitt Hämatome im Gesicht sowie Prellungen im Schulterbereich und Schürfverletzungen an den Knien. Doch noch ist völlig unklar, ob ihre Aussagen zu dem Angriff überhaupt stimmen können.

Denn was genau passierte, konnte trotz aufwendiger Rekonstruktionen der Polizei auch vier Jahre nach der Tat noch nicht abschließend geklärt werden.

Am Dienstag wurden eine weitere Zeugin sowie zwei Polizeibeamtinnen angehört. Der Prozess soll am 2. April weitergeführt werden.

Bislang bestritt der Angeklagte Ali A. die Tat.
Bislang bestritt der Angeklagte Ali A. die Tat.  © Florian Büh

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