Festnahme: Hat ein Busfahrer (79) ein behindertes Mädchen (12) missbraucht?

Hamburg - Ein 79 Jahre alter Mann hat sich offenbar an einem schwerbehinderten Mädchen vergangen, wie die Polizei TAG24 bestätigte.

Scheinbar handelt es sich bei dem wegen des Sexualdeliktes angeklagten um einen Busfahrer.
Scheinbar handelt es sich bei dem wegen des Sexualdeliktes angeklagten um einen Busfahrer.  © DPA

Wie aus einem Bericht des Hamburger Abendblatt hervorgeht, hat der Busfahrer, der angeblich regelmäßig Kinder mit Behinderungen fährt, offenbar auch das 12-jährige Mädchen gefahren. Der Mann sitzt nun in Haft. Ermittler des Landeskriminalamts würden jetzt prüfen, ob der Mann noch andere vergleichbare Taten begangen hat.

Wie eine Sprecher der Polizei TAG24 erklärte, war gegen den Mann Anklage erhoben worden, nachdem sich der Verdacht erhärtet hatte, dass der Mann übergriffig geworden war.

Seit dem gestrigen Mittwoch sitzt der Mann in Haft. Er wird sich dem Abendblatt zufolge wegen des Alters des Opfers vor der Jugendkammer des Landgerichts verantworten müssen.

Welche Taten dem Mann genau vorgeworfen werden, ist bisher nicht bestätigt.

Tatort soll ein Waldparkplatz in Hamburger Stadtteil Eißendorf gewesen sein.
Tatort soll ein Waldparkplatz in Hamburger Stadtteil Eißendorf gewesen sein.  © DPA

Das Abendblatt schildert folgenden möglichen Tathergang: Es wird vermutet, dass sich die Tat auf einem Waldparkplatz am Vahrenwinkelweg in Hamburg-Eißendorf ereignet haben soll, der nahe einem Sportverein und einem Kinderspielplatz liegt.

Ein Spaziergänger hätte beobachtet, wie der alte Mann das Kind in dem Bus missbrauchte. Der Zeuge habe dann zunächst die Firma informiert, für die der 79-Jährige den Bus lenkt.

Die hätte sofort die Polizei eingeschaltet. Offenbar gelang es den Ermittlern so, die Personalien des Fahrers und auch das Mädchen zu ermitteln.

Die Tat soll bereits Ende November vergangenen Jahres geschehen sein. Für die Beamten der Fachdienststelle für Sexualdelikte (LKA 42) hätten sich die Ermittlungen schwierig gestaltet, da das Kind so schwer behindert sei, dass es keine konkrete Aussage zu der Tat hätte machen können.

Offenbar gelang es trotzdem, Beweismaterial gegen den 79-Jährigen zu sichern. Unter den Beweisen befand sich wohl auch die DNA des Mannes.

In seiner Vernehmung hätte der 79-Jährige, die Vorwürfe abgestritten. Er galt bis zu dem aktuellen Vorfall scheinbar als unbescholten. Die sichergestellten Spuren hätten ihn aber so stark belastet, dass ein Richter dringenden Tatverdacht sah.

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