"Jetzt bist Du tot": Frau auf Parkplatz mit Messer attackiert

Kiel/Neumünster - Von Mittwoch an muss sich ein 59-Jähriger wegen versuchten Mordes vor dem Kieler Landgericht verantworten.

Die Tat hatte sich mitten in der Öffentlichkeit auf einem Parkplatz abgespielt. (Symbolbild)
Die Tat hatte sich mitten in der Öffentlichkeit auf einem Parkplatz abgespielt. (Symbolbild)  © DPA

Mit den Worten "Du hast mein Leben ruiniert. Jetzt bist Du tot" soll er auf dem Parkplatz eines Supermarkts in Neumünster mit einem Messer auf seine ehemalige Lebensgefährtin losgegangen sein.

Die Frau wurde von zwei Stichen in Hals und Oberkörper verletzt, aber nicht lebensgefährlich. Schlimmeres verhinderte offenbar das beherzte Eingreifen eines Passanten, der ihr am 25. April 2018 zu Hilfe eilte.

Der Angeklagte flüchtete zunächst. Zur Tatzeit soll der Mann angetrunken gewesen sein.

Er soll kurz nach der Tat unter Mithilfe weiterer Passanten festgenommen worden sein. Der 59-Jährige saß vorübergehend in Untersuchungshaft. Er kam dann aber gegen Auflagen wieder frei.

Das Schwurgericht hat drei Verhandlungstage festgesetzt. Das Urteil könnte demnach bereits am Mittwoch in einer Woche verkündet werden.

Der Anklage zufolge hatte das Amtsgericht Neumünster zwei Wochen vor der Tat zum Schutz der Frau vor Gewalt und Nachstellungen des Angeklagten eine einstweilige Anordnung verhängt.

Der Angeklagte muss sich vor dem Kieler Landgericht verantworten.
Der Angeklagte muss sich vor dem Kieler Landgericht verantworten.  © DPA

Update, 13.23 Uhr: Geständnis

Der 59-Jährige hat vor dem Kieler Landgericht eine Messerattacke auf seine frühere Lebenspartnerin gestanden.

Auf einem Parkplatz in Neumünster sei er am 25. April 2018 auf sie zugegangen mit dem Worten "Du hast mein Leben zerstört. Du hast mich belogen und betrogen" und "dann habe ich sie am Hals verletzt, ich war stinksauer", sagte der Angeklagte am Mittwoch.

Er habe die Frau aber nicht töten wollen. Die Anklage geht dagegen von versuchtem Mord aus Eifersucht aus. Nur das beherzte Eingreifen eines Passanten habe wohl Schlimmeres verhindert.

Titelfoto: DPA


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