Pärchen soll Mann erstochen und zerstückelt haben

Bergheim/Köln – Die furchtbare Tat liegt mehr als elf Jahre zurück: Ab diesem Dienstag müssen sich zwei Angeklagte (38,45) vor dem Landgericht Köln wegen eines mutmaßlichen Mordes im Jahr 2008 in Bergheim verantworten.

Die Angeklagte am ersten Prozesstag zwischen ihren Anwälten.
Die Angeklagte am ersten Prozesstag zwischen ihren Anwälten.  © dpa/Oliver Berg

Laut Anklage soll Miroslawa S. (38) eine Affäre mit Christian W. (45) gehabt haben. Allerdings war die Angeklagte noch mit dem späteren Tatopfer verheiratet.

Daher sollen die Beiden einen mörderischen Plan erdacht haben, um den Ehemann (46) zu beseitigen. Zunächst soll das Opfer vergiftet worden sein. Danach wurde der Mann unter anderem durch Messerstiche getötet.

Um die Spuren der Tat zu verwischen, soll das Duo dann versucht haben, die Leiche verschwinden zu lassen. Dazu seien in der Badewanne Kopf und Beine vom Torso abgetrennt worden.

Die Körperteile wurden anschließend in Wasserläufen in Belgien oder der Niederlande versenkt. Als die Leichenteile dann später gefunden worden waren, führte die Spur nach einem Hinweis zu den beiden Tatverdächtigen.

Wann genau die Tötung erfolgte, kann nicht rekonstruiert werden. Der Zeitraum liegt zwischen Anfang Mai und Mitte Juni 2008.

Für die Verhandlung sind bis Oktober insgesamt 13 Tage angesetzt.

Update 12.10: Angeklagter legt Geständnis ab

Bereits am ersten Prozesstag kam es am Montagmittag zu einem Geständnis.

Die Angeklagte Miroslawa S. machte zu Prozessauftakt keine Angaben. Der Mitangeklagte Christian W. legte dagegen ein Geständnis ab und belastete sich sowie die 38-Jährige mutmaßliche Mittäterin schwer.

Der Mitangeklagte Christian W. (l.) legte am ersten Prozesstag ein Geständnis ab.
Der Mitangeklagte Christian W. (l.) legte am ersten Prozesstag ein Geständnis ab.  © dpa/Oliver Berg
Der Prozess findet ab Dienstag vor dem Kölner Landgericht statt (Archivbild).
Der Prozess findet ab Dienstag vor dem Kölner Landgericht statt (Archivbild).  © DPA

Titelfoto: Montage: dpa/Oliver Berg

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