Verlobung statt Schuldspruch! Irre Wendung im Gerichtssaal

München - Mit einem Freispruch und darüber hinaus einer Verlobung hat ein Angeklagter (45) sein Verfahren wegen der mutmaßlichen Misshandlung seiner Ex-Freundin in Bayern verlassen.

In München ist es während eines Prozesses zu einer kuriosen Wendung gekommen.
In München ist es während eines Prozesses zu einer kuriosen Wendung gekommen.  © Sven Hoppe/dpa

Der 45 Jahre alte Mann musste sich vor dem Amtsgericht München verantworten, weil er die Frau mehrfach geschlagen haben soll.

Das Opfer sagte jedoch, die beiden seien seit vier Jahren verlobt, wie das zuständige Gericht am Montagvormittag mitteilte.

Der Angeklagte sagte demnach: "Ich liebe Dich auch. Ich möchte Dich auch heiraten."

Dann küsste er die Zeugin im Sitzungssaal.

Die 54-Jährige soll entgegnet haben: "Der Antrag ist natürlich angenommen." Die Frau verweigerte daraufhin die Aussage und wurde aus dem Zeugenstand entlassen.

Das Urteil ist rechtskräftig.

Der Polizei hatte die Frau den Angaben zufolge nichts von einer Verlobung erzählt.

Das Opfer begründete dies mit erheblichen gesundheitsbedingten Gedächtnisstörungen. Andere Zeugen für die mutmaßlichen Angriffe auf die Frau gab es nicht, auch ein Nachbar konnte keine konkreten Angaben machen.

Der 45 Jahre alte Mann musste sich wegen mutmaßlicher Gewalttaten vor Gericht verantworten. (Symbolbild)
Der 45 Jahre alte Mann musste sich wegen mutmaßlicher Gewalttaten vor Gericht verantworten. (Symbolbild)  © Boris Roessler/dpa

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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