Mörder, Rocker, Terror: Das werden die krassesten Urteile 2017

Am Hammerweg in Dresden entsteht derzeit ein neuer Komplex zur Unterbringung von Flüchtlingen.
Am Hammerweg in Dresden entsteht derzeit ein neuer Komplex zur Unterbringung von Flüchtlingen.  © Andreas Weihs

Dresden - Im kommenden Jahr laufen in Sachsen spektakuläre Prozesse. Für eine Verhandlung wird derzeit ein eigenes Gericht gebaut.

So entsteht in Dresden am Hammerweg derzeit ein Komplex zur Unterbringung von Flüchtlingen (36 Millionen Euro). Doch bevor Bewohner einziehen, findet ab Frühjahr im Wirtschaftsgebäude der Prozess gegen die "Gruppe Freital" statt.

Unter höchster Sicherheitsstufe: Denn die sieben Männer und eine Frau mit üppigem Vorstrafenregister (s.o.) werden politisch motivierte Anschläge vorgeworfen.

  • Alarmstufe "Rot" gilt auch am Leipziger Landgericht, wenn der Prozess zum Tod eines Rockers ansteht. Im Juni hatte ein Mitglied der Hells Angels (30) ein ganzes Magazin leergeschossen, als seine Gang auf die verfeindeten Rocker der "United Tribuns" (UT) traf. Dabei die starb UT-Anwärter Veysel A. (27), zwei andere Mitglieder wurden lebensgefährlich verletzt.
  • Am Landgericht Zwickau soll der Mord an Heike Wunderlich gesühnt werden. Die damals 18-jährige Näherin war im April 1987 vergewaltigt und erdrosselt worden. Laut Anklage war der Täter Helmut S. (heute 61). Erst im Frühjahr 2016 ermittelte die Kripo ihn über DNA-Spuren. Helmut S. schweigt bisher. Dennoch soll im Frühjahr ein Urteil fallen.
  • Ende 2017 will die Strafkammer am Landgericht Dresden das Mammut-Verfahren "Infinus" beenden. Die sechs Manager (47 bis 56 Jahre) des Finanzdienstleisters sollen 21.000 Anleger um 155 Millionen Euro gebracht haben. Der Prozess läuft bereits seit November 2015.
Der mutmaßliche Mörder von Heike Wunderlich, Helmut S. (61) steht im Frühjahr vor dem Landgericht Zwickau
Der mutmaßliche Mörder von Heike Wunderlich, Helmut S. (61) steht im Frühjahr vor dem Landgericht Zwickau  © Theo Stiegler
Auch das Urteil im Infinus-Prozess soll endlich fallen.
Auch das Urteil im Infinus-Prozess soll endlich fallen.  © Holm Helis

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