Ehemaliger Elite-Polizist hortete Waffen im Haus: Plädoyers erwartet

Schwerin - Der Prozess gegen einen ehemaligen Elite-Polizisten aus der Nähe von Schwerin geht am Mittwoch in die nächste Runde.

 Der Angeklagte, ein ehemaliges Mitglied des Spezialeinsatzkommandos (SEK), steht neben seinen Verteidigern im Gerichtssaal.
Der Angeklagte, ein ehemaliges Mitglied des Spezialeinsatzkommandos (SEK), steht neben seinen Verteidigern im Gerichtssaal.  © Bernd Wüstneck/ZB/dpa

In dem Verfahren wegen illegalen Waffenbesitzes und Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz werden am Landgericht Schwerin die Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung erwartet.

Zuvor soll ein Waffenexperte des Landeskriminalamtes erneut als Zeuge aussagen. Er hatte am vorangegangenen Prozesstag im Gerichtssaal eine Maschinenpistole vorgeführt, die neben anderen Waffen und Munition bei einer Razzia im Haus des ehemaligen SEK-Beamten im Juni gefunden worden war.

An den Experten gebe es noch Nachfragen, sagte ein Gerichtssprecher. Die Maschinenpistole fällt unter das Kriegswaffenkontrollgesetz. Ihr Besitz ist Privatpersonen in Deutschland nicht erlaubt.

Der Angeklagte mit Kontakten zur mutmaßlich rechtsextremen Prepper-Szene hat im Prozess alle Anklagepunkte eingeräumt.

Das Urteil soll am Donnerstag gesprochen werden.

Blick auf das Gebäude des Schweriner Landgerichts.
Blick auf das Gebäude des Schweriner Landgerichts.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 18.51 Uhr

Die Verteidigung für den ehemaligen Elite-Polizisten hat am Mittwoch eine Bewährungsstrafe gefordert. Im Haus des 49-Jährigen waren bei einer Razzia im Juni 2019 neben einer Maschinenpistole der Marke Uzi mit Schalldämpfer noch weitere Waffen und mehr als 30.000 Schuss Munition gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft forderte zwei Jahre und zehn Monate Haft.

Das Urteil soll am Donnerstag verkündet werden.

Titelfoto: Bernd Wüstneck/ZB/dpa

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