Prozess gegen Sex-Angreifer von Meißen beginnt!

Moneer G. (30) steht seit heute vor Gericht.
Moneer G. (30) steht seit heute vor Gericht.

Von Steffi Suhr

Dresden/Meißen - Der Sex-Angriff auf dem Hof der Berufsschule in Meißen ist seit Dienstag ein Fall fürs Dresdner Landgericht. Hier muss sich Moneer G. (30) wegen versuchter Vergewaltigung verantworten.

Der Mann aus Casablanca lauerte im Oktober 2014 um 6.30 Uhr der Berufsschullehrerin Erika K. (55, *Name geändert) am Schulzentrum an der Goethestraße in Meißen auf. Als die Lehrerin für Russisch und Englisch den Schulhof erreichte, überwältigte der Täter die Frau.

Laut Anklage begann ein 30-minütiges Martyrium: Demnach umklammerte der Marokkaner die Frau, forderte Sex, riss sie zu Boden, würgte sie, schlug mit Fäusten auf sie ein, biss sie sogar.

Die Lehrerin leistete aber derart Widerstand, dass sie sich befreien und ins Schulgebäude flüchten konnte. Der Angreifer plünderte derweil aus ihrer liegen gebliebenen Handtasche die Geldbörse, Handy, Schlüssel und einen Regenschirm.

Die Polizei fasste den mutmaßlichen Täter nur wenig später in Meißen. Seither sitzt er in U-Haft. Erika K. musste im Krankenhaus versorgt werden, war lange arbeitsunfähig. Auf ihre Vernehmung am ersten Prozesstag verzichtete das Gericht.

"Ich möchte mich entschuldigen", sagte der Beschuldigte nach Verlesung der Anklage unter Tränen.

Die 14. Große Strafkammer am Landgericht Dresden hat drei Prozesstage geplant und will Ende Mai über Moneer G. urteilen.

Der Hof vom Berufsschulzentrum in Meißen. Hier wurde Erika K. (55) von Moneer G. (30) überfallen.
Der Hof vom Berufsschulzentrum in Meißen. Hier wurde Erika K. (55) von Moneer G. (30) überfallen.

Fotos: Ove Landgraf, Bruno Satelmajer


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