Prozess um Kölner Stadtarchiv: Polier nicht mehr vor Gericht

Köln - Der Polier, der in dem Prozess um den Einsturz des Kölner Stadtarchivs ursprünglich als Hauptbeschuldigter galt, muss sich nicht mehr vor Gericht verantworten.

Das 2009 eingestürzte Kölner Stadtarchiv.
Das 2009 eingestürzte Kölner Stadtarchiv.  © DPA

Weil der Mann schwer erkrankt war, war sein Verfahren von dem Prozess abgetrennt worden. Am Dienstag teilte das Landgericht Köln mit, dass man auch keine neue Hauptverhandlung plane.

Sein gesundheitlicher Zustand würde zurzeit nur zwei Verhandlungstage pro Woche zulassen.

"Eine ausreichende Anzahl von Sitzungstagen stünde bis zum Eintritt der absoluten Verjährung nicht mehr zur Verfügung", teilte das Gericht mit.

Die Verjährung tritt nach zehn Jahren am 2. März 2019 ein.

Im Oktober hatte das Landgericht drei Angeklagte in dem Einsturz-Prozess freigesprochen.

Ein Bauüberwacher der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) bekam eine Bewährungsstrafe.

Bei dem Einsturz waren am 3. März 2009 zwei Anwohner ums Leben gekommen. Zahllose historische Dokumente wurden verschüttet.

In den Trümmern starben zwei Menschen.
In den Trümmern starben zwei Menschen.  © DPA

Titelfoto: DPA

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