85.000 Euro. Vermögensberater verpulverte Altersvorsorge seiner Kunden

Hans-Joachim W. (r., 52) stand am Mittwoch wegen neunfachen Betrugs vor Gericht.
Hans-Joachim W. (r., 52) stand am Mittwoch wegen neunfachen Betrugs vor Gericht.

Von Eric Hofmann

Dresden - Eiskalt bediente sich Hans-Joachim W. (52) über Jahre hinweg an der Altersvorsorge seiner Kunden, zockte über 85.000 Euro ab. Am Mittwoch landete er deshalb vor dem Dresdner Amtsgericht.

Diese Masche ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten: Neunmal missbrauchte Vermögensberater Hans-Joachim W. das Vertrauen seiner Kunden, versprach, ihr Geld gewinnbringend anzulegen.

Stattdessen ging das mühsam Ersparte für ihn selbst drauf.

So bot er einem Ehepaar eine Anlage mit zwei Prozent Zinsen an, ließ sich von ihm 21.400 Euro überweisen. Ein anderes Paar überredete er 2008, die Lebensversicherung zu kündigen und ihm die 15.000 Euro zu überlassen.

Auf diese und ähnliche Weise ergaunerte er so zwischen 2006 und 2010 insgesamt rund 85.500 Euro!

"Ich habe das nicht für mein privates Leben getan", versuchte sich der mittlerweile insolvente Vermögensberater zu rechtfertigen. "Ich habe es für mich als Einzelunternehmer genutzt, um die Vermögensberatung größer zu machen. Ich musste ja Büro und Messen finanzieren."

Den neunfachen Betrug gibt er jedoch zu, will inzwischen immerhin 50.000 Euro zurück gezahlt haben und entschuldigt sich. Deshalb kam er nochmal mit anderthalb Jahren Knast auf Bewährung davon.

Foto: Ove Landgraf (1)


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