Männer würgen Behinderten fast zu Tode

Michael K. (33) und Tino H. (31) wurden zu milden Strafen verurteilt.
Michael K. (33) und Tino H. (31) wurden zu milden Strafen verurteilt.  © Matthias Gränzdörfer

Erfurt - Tino H. (31) und Michael K. (33) haben im April 2016 in Erfurt-Hohenwinden einen geistig behinderten Mann lebensgefährlich verletzt. Am Mittwoch wurden sie deswegen verurteilt. Die Urteile fallen milde aus.

Im April 2016 sollen die beiden Angeklagten versucht haben, einen geistig behinderten Mann zu töten. Sie schlugen und würgten ihr Opfer mit einem Stromkabel, Michael K. stach dem Mann eine abgebrochene Bierflasche in den Hals. Während Tino H. aufhörte, würgte der 33-Jährige weiter.

Das Landgericht Erfurt verurteilte Michael K. am Mittwoch wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren. Den ursprünglichen Tatvorwurf der versuchten Tötung sah es als nicht erwiesen an.

Die Richter ordneten zudem die Unterbringung des Mannes in einer Entziehungsanstalt an. Der zweite Angeklagte Tino H. erhielt eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und drei Monaten.

Das Urteil ist nach Angaben eines Gerichtssprechers nicht rechtskräftig.


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