Tödliches Eifersuchtsdrama: Gekränkter Mann rammt seiner Liebe Messer ins Herz

Leipzig - In einem Asylheim in Borna (Kreis Leipzig) hat sich eine furchtbare Tragödie abgespielt. Ein Syrer erstach seine Ehefrau - vor den Augen der Kinder (TAG24 berichtete).

Ein Justizbeamter schiebt Ghassan T. in den Gerichtssaal. Die Anklage lautet auf Mord.
Ein Justizbeamter schiebt Ghassan T. in den Gerichtssaal. Die Anklage lautet auf Mord.  © Ralf Seegers

Noch bevor der Krieg in seiner Heimatstadt Kobané begann, wurde Ghassan T. (33) 2013 Opfer eines Terroranschlags. Eine Autobombe fetzte dem jungen Maler das linke Bein ab. Und das kurz vor seiner Hochzeit mit der damals 19-jährigen Nareen. Doch die hübsche Kurdin hielt zu dem versehrten Mann. Gleich nach der Hochzeit floh das Paar aus der Heimat. Nach Aufenthalten in der Türkei und Portugal reisten die Syrer 2017 nach Deutschland.

Vor Gericht will Ghassan T. nicht darüber reden. Doch zuvor hatte er sich einem Psychiater anvertraut, der als gutachterlicher Zeuge die traurige Geschichte erzählte. Sie hätten trotz Flucht ein schönes Leben voller Liebe gehabt, berichtete der Syrer dem Psychiater. Nareen gebar ihm zwei Söhne.

Erst als die Familie ins Bornaer Asylheim eingewiesen wurde, hätten die Probleme begonnen. Ein bereits seit Jahren in der Kleinstadt lebender Imbiss-Besitzer - ebenfalls Kurde - habe seiner Frau den Kopf verdreht. Nareen, so erzählte es der Angeklagte dem Psychiater, soll eine viermonatige Affäre mit dem Dönermann eingegangen sein.

Seither habe es nur noch Streit gegeben. "Du bist kein Mann" habe ihn seine Ehefrau plötzlich verhöhnt. Derart gekränkt griff Ghassan T. am 4. Februar zu einem langen Küchenmesser und rammte es seiner Liebe mitten ins Herz. Die Frau verblutete. Ihre Kinder (1, 2) sahen sie sterben.

Dem Psychiater gestand T. die Tat. Ob die ganze Geschichte so stimmt - das muss nun das Leipziger Schwurgericht ergründen. Bis November sollen zahlreiche Zeugen vernommen werden.


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