Prozessauftakt: Ist er der Feuerteufel von Burgstädt?

Alexander G. (24) muss sich seit Donnerstag als Feuerteufel vor Gericht verantworten.
Alexander G. (24) muss sich seit Donnerstag als Feuerteufel vor Gericht verantworten.  © Haertelpress

Chemnitz - Feuer-Terror im Plattenbau: Seit Donnerstag muss sich Alexander G. (24) vorm Amtsgericht verantworten. Ist er der Feuerteufel von Burgstädt?

Seit dem Frühjahr 2017 lebten die Mieter der Gabelsbergerstraße 13 und 15 in Angst. Immer wieder gab es kleine Feuer im Keller, wurde Kot an Türen geschmiert.

Im Juli steigerte sich dann die Serie - gleich drei Brände im Keller und im Hauseingang machten den Bewohnern Angst.

Die Mieter griffen schließlich zur Selbsthilfe, gründeten eine Art Bürgerwehr. Mieterin Mandy K. (47): "Weil es immer nachmittags brannte, richteten wir Beobachtungsposten ein."

In mindestens drei Fällen wurde Mitbewohner Alexander G. am Tatort und im Umfeld gesehen. Einmal lief er der Polizei in die Arme.

Der Beamte Jens T. (50) war bei einem Brand live dabei: "Wir kamen gerade von einer Befragung aus dem Dachgeschoss, als wir im Erdgeschoss eine brennende Pinnwand bemerkten. Keine drei Meter davon entfernt stand der Angeklagte. Bei ihm fanden wir ein Feuerzeug."

Alexander G., der seit dem 29. Juli in Untersuchungshaft sitzt, streitet die Zündeleien bisher ab, meinte gestern: "Ich will mich dazu nicht äußern." Bei den drei angeklagten Fällen entstand ein Schaden von rund 22 000 Euro.

Verletzt wurde wie durch ein Wunder niemand. Der Prozess wird am 3. Januar 2018 fortgesetzt, dann wird auch das Urteil erwartet. Alexander G. droht mindestens ein Jahr Haft.


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