Hier versteckt sich der Disko-Mörder vor Gericht

Sebastian S. versteckt vor Gericht sein Gesicht.
Sebastian S. versteckt vor Gericht sein Gesicht.

Leipzig - Der Prozess im Mordfall Jasmin K. (19) begann mit einer Überraschung. Entgegen der ursprünglichen Ankündigung seiner Verteidigung legte Sebastian S. (24) doch kein Geständnis ab.

Eigentlich wollte Anwalt Rainer Wittner zum Prozessauftakt eine Erklärung von Sebastian S. verlesen. Das Schwurgericht hatte sich extra den ersten Verhandlungstag dafür frei gehalten.

Auf den Zuschauerbänken warteten unter anderem mehrere Angehörige der ermordeten Jasmin und mehrere mit dem Fall betraute Staatsanwälte.

Sie alle hatten sich Antworten erhofft auf die seit dem Mord offenen, teils quälenden Fragen. Doch nach der Anklageverlesung hieß es nur: Heute keine Erklärungen!

„Mein Mandant wird sich erst am nächsten Verhandlungstag einlassen“, so Verteidiger Wittner. Die Anwesenheit von Jasmins Familie und die große Medienpräsenz im Gerichtssaal waren für Sebastian S., der sein Gesicht hinter einem Aktenhefter verbarg, offenbar zu viel. Nächster Prozesstag ist der 16. Dezember.

Die Staatsanwaltschaft klagt den Arbeitslosen des Mordes, der Vergewaltigung und des Diebstahls an.

Bei der Verlesung des Anklagesatzes sprach Staatsanwältin Katrin Minkus von einer „sittlich verachtenswerten“ und moralisch „auf tiefster Stufe“ stehenden Tat.

So berichtete MOPO24 über den Fall:

Das grausame Ende einer Diskonacht

Hier kündigt der Anwalt des Diskomörders das Geständnis an

Fotos: fotojump


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