Hoher Schaden: Mutmaßliche Pfand-Betrüger vor Gericht

Köln – Wegen manipulierter Pfandautomaten stehen zwei Angeklagte seit Mittwoch vor dem Kölner Landgericht.

Die Angeklagten warten im Sitzungssaal des Kölner Landgerichts neben Anwalt Dieter Tomczyk auf den Beginn ihres Prozesses.
Die Angeklagten warten im Sitzungssaal des Kölner Landgerichts neben Anwalt Dieter Tomczyk auf den Beginn ihres Prozesses.  © DPA

Die 44 und 54 Jahre alten Männer sollen laut Anklage zwei Rücknahmeautomaten in einem Getränkemarkt so manipuliert haben, dass ein Schaden von rund 450.000 Euro entstand. Ihnen wird Betrug vorgeworfen.

Einem dritten Angeklagten wirft die Staatsanwaltschaft Beihilfe vor. Der 50-Jährige soll den beiden Hauptangeklagten zur Verschleierung ihres Betrugs falsche Abrechnungen über die Entsorgung von Getränkedosen und Plastikabfall ausgestellt haben.

Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft sollen die Angeklagten die Rücknahmeautomaten so manipuliert haben, dass das Pfandgut nicht wie üblich zusammengedrückt, sondern "stattdessen unbeschädigt entnommen und erneut in den Automaten eingelegt" werden konnte.

So sollen die Angeklagten im Jahr 2014 bei der Clearingstelle, die die Pfandausgleichszahlungen zwischen den verschiedenen Marktteilnehmern berechnet, "vielfach höhere Pfandrechnungen" ausgestellt und so deutlich höhere Ausgleichszahlungen erreicht haben.

In einem ähnlichen Fall in Düsseldorf, bei dem es um einen Schaden in Höhe von 1,8 Millionen Euro ging, war der Angeklagte am Dienstag freigesprochen worden (TAG24 berichtete).

Der Prozess am Kölner Landgericht begann an diesem Mittwoch.
Der Prozess am Kölner Landgericht begann an diesem Mittwoch.  © DPA

Titelfoto: DPA

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