Mit fremdem Jungen (5) absichtlich vor Zug gesprungen: Mann gesteht

Wuppertal – Nach dem Sprung vor einen fahrenden Zug mit einem fremden Kind im Arm steht ein 23-Jähriger von Dienstag (09.15 Uhr) an in Wuppertal vor Gericht.

Ein Polizeifahrzeug steht vor dem Landgericht.
Ein Polizeifahrzeug steht vor dem Landgericht.  © DPA

Er soll sich Mitte April auf einem Bahnsteig im Wuppertaler Hauptbahnhof urplötzlich den ihm völlig unbekannten, fünfjährigen Sohn einer Familie gegriffen haben. (TAG24 berichtete)

Vor den Augen von Geschwistern und Eltern des Jungen soll er mit dem Kind im Arm vor einen fahrenden Zug gesprungen sein. Die Bahn überrollte die beiden trotz einer Notbremsung, verletzte den Jungen aber nur leicht. Der Mann hatte sich mit ihm flach zwischen die Gleise gelegt.

Nun prüft das Landgericht in einem sogenannten Sicherungsverfahren die dauerhafte Unterbringung des mutmaßlichen Täters in einer geschlossenen Psychiatrie. Dem Gelsenkirchener wird versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Ein Psychiater hat ihm eine schwere psychische Krankheit bescheinigt. Damit dürfte er zum Zeitpunkt der Tat schuldunfähig gewesen sein.

Update, 12.20 Uhr: Geständnis

Der 23-jährige Beschuldigte hat sich vor Gericht geständig gezeigt. Es stimme, was in der Antragsschrift der Staatsanwaltschaft stehe, sagte er am Dienstag vor dem Wuppertaler Landgericht. Während der Verhandlung wirkte er verängstigt und verwirrt. Immer wieder sprach er davon, Stimmen gehört zu haben. Das Gericht prüft eine dauerhafte Unterbringung des Mannes in der Psychiatrie.

Titelfoto: DPA


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