IS-Mädchen Linda (16) hatte bei Festnahme ein Baby bei sich!

Wie jetzt bekannt wurde, trug Linda W. ein Baby bei sich.
Wie jetzt bekannt wurde, trug Linda W. ein Baby bei sich.

Dresden/Pulsnitz - Die in einem Tunnelsystem der irakischen Stadt Mossul festgenommene Pulsnitzerin Linda W. (16) ist identifiziert.

Das bestätigte am Samstag Lorenz Haase, der Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden (TAG24 berichtete). Das Mädchen wird momentan von der deutschen Botschaft im Irak betreut.

Wie jetzt bekannt wurde, soll sie ein Baby bei sich getragen haben. Die britische Daily Mail (Sonntag) schreibt, dass es sich bei dem Baby um "einen unterernährten Jungen" handele. Das erklärten auch irakische Soldaten.

Man geht davon aus, "dass Linda W. tatsächlich Mutter ist". Beide wurden in eine "Militärklinik gebracht, bevor sie nach Bagdad transportiert wurden".

Weiter heißt es, sie habe eine Waffe getragen und wäre an Kampfeinsätzen beteiligt gewesen. Linda W. wurde demnach am Bein verletzt.

Noch ist unklar, ob das Baby "zu 100 Prozent" Linda W.s eigenes Kind ist. Aber: Sie produziere Muttermilch. Weiter heißt es in dem Bericht, dass Linda W. mit einem tschetschenischen IS-Kämpfer verheiratet war.

Update, 18.45 Uhr: Die 16-jährige Deutsche bedauert einem Medienbericht zufolge, sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen zu haben. Sie bereue diesen Entschluss, sagte das Mädchen einem vom Recherchenetzwerk von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR beauftragten Reporter in Bagdad. Zugleich sagte sie demnach zu, zu kooperieren.

"Ich will nach Hause zu meiner Familie", sagte die 16-jährige dem Reporter des Recherchenetzwerks. Ich will nur noch weg. Ich will weg aus dem Krieg, weg von den vielen Waffen, dem Lärm."


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