Im Irak verurteilt: Deutsche Linda W. (17) muss hinter Gitter

Linda W. (17) wurde verurteilt.
Linda W. (17) wurde verurteilt.

Irak/Pulsnitz - Das Urteil ist gefallen! Linda W. (17) aus Deutschland wurde im Irak der Prozess gemacht.

Die Jugendliche aus dem sächsischen Pulsnitz wurde von einem irakischen Gericht zu sechs Jahren Haft verurteilt. Das berichteten NDR, WDR und die Süddeutsche Zeitung, die die Informationen aus Justizkreisen in Bagdad erfahren haben wollen.

Für ihre Mitgliedschaft in der IS-Terrormiliz müsse die 17-Jährige fünf Jahre hinter Gittern, hinzu kommt ein Jahr für die illegale Einreise in den Irak.

Das Urteil fiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit in einem Jugendgericht in der irakischen Hauptstadt. Dabei sollen auch Vertreter der deutschen Botschaft in Bagdad anwesend gewesen sein.

Im Juli 2017 wurde die Sächsin in der Stadt Mossul verhaftet und nach Bagdad überstellt (TAG24 berichtete).

In einem Interview, bei der auch ihre Mutter und Schwester anwesend waren, erklärte die 17-Jährige, in den Dschihad zu ziehen, war eine "dumme Idee" gewesen. Sie hätte sich damit ihr Leben ruiniert.

Die Jugendliche war mit einer gefälschten Erlaubnis ihrer Mutter über Istanbul nach Syrien gereist und hatte sich dort dem Islamischen Staat angeschlossen. Bis zu ihrer Festnahme galt sie zunächst als verschollen. Nun muss sie für sechs Jahre ins Gefängnis.

Die Sächsin hatte sich der Terrormiliz angeschlossen.
Die Sächsin hatte sich der Terrormiliz angeschlossen.

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