Mysteriös! Frau stirbt im Urlaub, ihrer Leiche fehlen nicht nur die Augen und das Herz

Punta Cana/Loughton - Peter Crouch wollte den 54. Geburtstag seiner Frau Lynne gemeinsam mit ihr während eines romantischen Kurzurlaubs in der Dominikanischen Republik verbringen. Doch für das Paar aus Loughton in Großbritannien wurden die Ferien zur Hölle, für Lynne endeten sie sogar tödlich.

Der Frau wurden die Organe übernommen. (Symbolbild)
Der Frau wurden die Organe übernommen. (Symbolbild)  © 123RF

Peter Crouchs Welt wurde jäh zerstört, und dem trauernden Ehemann fehlen noch immer die Worte für das, was mit seiner Frau in der Karibik passiert ist.

An ihrem 54. Geburtstag brach seine Lynne Crouch plötzlich zusammen, ihr Körper war mit blauen Flecken übersät, wenig später war sie tot, berichten unter anderem "Mirror" und "The Sun". Als Todesursache gaben die Ärzte eines Krankenhauses in Punta Cana Hirnhautentzündung an.

Doch Peter hatte ein seltsames Gefühl, denn er war gegenüber der medizinischen Versorgung auf der Karibikinsel skeptisch und drängte deshalb auf eine zweite Obduktion in Großbritannien - und erlebte einen Schock!

Denn als einen Monat später Lynnes toter Körper nach Hause geflogen wurde, entdeckten die britischen Mediziner keine Spuren, die auf eine Hirnblutung deuten. Und das war noch nicht alles!

Zu Peters Entsetzen fehlten der Leiche seiner Frau das Herz, ihre Augen, der Magen sowie sechs weitere Organe.

Da niemand Peter sagen konnte oder wollte, warum Lynnes Körper derart zugerichtet war und wo sich die fehlenden Organe befanden, entschied der Unternehmer schweren Herzens das zu begraben, was von seiner geliebten Frau übrig geblieben war.

Doch er fasste einen Entschluss, denn er wollte das mysteriöse Vorgehen nicht auf sich beruhen lassen!

Der Handel mit Organen auf dem Schwarzmarkt boome in der Dominikanischen Republik. (Symbolbild)
Der Handel mit Organen auf dem Schwarzmarkt boome in der Dominikanischen Republik. (Symbolbild)  © 123rf.com/Maitree Boonkitphuwadon

Peter bestand darauf, dass auch der Rest des Körpers vollständig zurückkommt. Fünf Monate kämpfte er und drohte sogar damit, in die Karibik zu fliegen, um Lynnes Organe selbst abzuholen.

Mit Erfolg! Denn plötzlich bekam er die Nachricht, dass ihre Organe gefunden wurden. Sie kamen am Hochzeitstag des Paares mit einer Maschine in Großbritannien an. Doch auch damit endete Peters Qual noch längst nicht!

Der Brite bestand auf ein gerichtsmedizinisches Gutachten, weil er überzeugt war, dass diese Organe von einem Fremden stammten! "Ich weiß, dass das hier nicht meine Lynne ist. Man kann solche Körperteile nicht einfach auf einmal finden, nachdem man monatelang nicht wusste, wo sie sind", sagte er.

Die britischen Gerichtsmediziner untersuchten das Herz, Teile der Leber, Lunge, Milz und Niere und ob sie mit Lynnes DNA übereinstimmten. Und siehe da, sie taten es nicht. Es waren tatsächlich nicht die Organe von Lynne Crouch!

Der schreckliche Verdacht: Wahrscheinlich wurden ihre Organe vorsätzlich entnommen und auf dem Schwarzmarkt für viel Geld verkauft!

Davon ist auch die weltweit führende Organtransplantationsforscherin Prof. Nancy Scheper-Hughes überzeugt. Die Karibik sei bekannt als Teil dieses illegalen Handels mit Körperteilen. Auf die Frage, ob Touristen Organe widerrechtlich entnommen werden, sagte Scheper-Hughes, dass dies mit alarmierender Regelmäßigkeit geschehe: "Dies geschieht in vielen forensischen Instituten von den USA bis nach Israel sowie in armen Ländern."

"Wenn man mir gesagt hätte, dass ihr Herz fehlt, hätte ich damit fertig werden können", fuhr Peter fort. "Doch als wir ihren Körper zurückbekamen, war nichts da. Es war eine leere Hülle. Ich musste weniger als die Hälfte meiner Frau zur Ruhe betten. Es tut so weh und ich vermisse meine schöne Lynne. Ich wünschte, ich wäre neben ihr in diesem Krankenhausbett gestorben."

Der Bitte um Stellungnahme im Fall von Lynne Crouch sei das Nationale Institut für Forensische Pathologie in Santo Domingo in der Dominikanische Republik bis heute nicht nachgekommen.

Auch wenn Peter seine Frau nicht zurück bekommt, so will er doch, dass seine Geschichte bekannt wird, um zu verhindern, dass dieses Leid auch anderen passiert."

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