Pups-Alarm in Chemnitzer Straßenbahnen

Pups im Detail: Mitarbeiter des Herstellers versuchen, für die Luftfederung der Citylink-Bahnen den richtigen Dreh zu finden.
Pups im Detail: Mitarbeiter des Herstellers versuchen, für die Luftfederung der Citylink-Bahnen den richtigen Dreh zu finden.

Von Torsten Schilling

Chemnitz - Schon ein bisschen zum Schämen: Die neuen Citylink-Bahnen kommen nicht in die Gänge. Die Luftfederung der Züge hat noch nicht den richtigen Druck raus.

Der MDR hat in der Werkstatt mal genauer hingeschaut und berichtet tatsächlich von störenden „Pupsgeräuschen“! Die neuen Citylink-Bahnen tauchen sporadisch im Stadtgebiet auf.

Wann sie fahrplanmäßig verkehren, ist offen. „Frühestens ab Herbst“, schätzt Mathias Korda (37), Abteilungsleiter Infrastruktur beim Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS).

Der VMS wollte sie Ende 2015 rollen lassen.

Seit Dezember sollten die Hybridbahnen fahrplanmäßig rollen. Über Testfahrten kamen die Citylink-Bahnen aber nicht hinaus.
Seit Dezember sollten die Hybridbahnen fahrplanmäßig rollen. Über Testfahrten kamen die Citylink-Bahnen aber nicht hinaus.

Laut MDR gibt es zwei Hauptprobleme: Die Luftfederung läuft noch nicht leise genug. Bei der Fahrt entstehen „unappetitlich klingende Knarzgeräusche“, die im Fahrgastraum zu hören sind.

Für den VMS „inakzeptabel“. Zudem hat der Hersteller wegen der Niederflurtechnik erstmals Dieselgeneratoren auf das Dach der Bahnen gebaut. Dadurch sei es zu Komplikationen im Kühlwassersystem gekommen.

Der VMS bezahlt für acht Citylink-Bahnen 42 Millionen Euro. Vier weitere Bahnen seien bestellt. Sie sollen 2018 im Rahmen des Chemnitzer Modells bis Thalheim verkehren.

Derzeit sind lediglich zwischen Chemnitz und Mittweida Citylink-Züge im Einsatz. Sie sollen ab Ende des Jahres Chemnitzer auch mit Burgstädt und Hainichen verbinden.

Mathias Korda (37) vom VMS rechnet erst ab Herbst mit dem fahrplanmäßigen Einsatz der 42 Millionen Euro teuren Trams.
Mathias Korda (37) vom VMS rechnet erst ab Herbst mit dem fahrplanmäßigen Einsatz der 42 Millionen Euro teuren Trams.

Fotos: Kristin Schmidt, MDR, Sven Gleisberg


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