Wie gefährlich ist jetzt ein Urlaub in der Türkei?

In Antalya bildeten sich vor Supermärkten und Geldautomaten lange Schlangen.
In Antalya bildeten sich vor Supermärkten und Geldautomaten lange Schlangen.

Berlin/Istanbul - Nach dem Putschversuch in der Türkei haben mehrere Fluggesellschaften ihre Türkei-Flüge gestrichen. Die Lage in den Touristenzentren soll aber nach Berichten vor Ort ruhig sein.

Bisher lägen keine Erkenntnisse vor, dass Touristen an der Südküste der Türkei von dem Putsch betroffen seien. Bei Twitter wird aber darüber berichtet, dass es in Antalya zu Hamsterkäufen kommt und es an Geldautomaten kein Geld mehr gibt.

Das Auswärtige Amt ruft Reisende in Istanbul und Ankara zu äußerster Vorsicht auf.

Die Lufthansa, Eurowings und Air Berlin sagten in der Nacht zu Samstag Flüge aus dem Land und in das Land hinein ab.

"Wir werden bis morgen Mittag 12 Uhr alle Verbindungen von und in die Türkei streichen", sagte ein Lufthansa-Sprecher. "Danach werden wir sehen, wie sich die Lage weiterentwickelt."

Betroffen seien insgesamt fünf Flugrouten. Abflüge aus München und Frankfurt sowie aus Istanbul und Ankara, aber auch aus den Urlaubsorten Antalya, Bodrum und Izmir seien gecancelt.

Vom Flughafen Leipzig/Halle starten am Sonnabend allerdings alle Flüge nach Antalya wie geplant, das twitterte MDR-Aktuell.

Der Lufthansa-Sprecher riet allen Passagieren, Kontakt zur Airline aufzunehmen, um sich über ihren Flugstatus zu informieren.

Der Putsch von Teilen des türkischen Militärs ist in der Nacht gescheitert.
Der Putsch von Teilen des türkischen Militärs ist in der Nacht gescheitert.

Ob am Samstag Air-Berlin-Flieger in die Türkei starten werden, sei noch nicht entschieden, sagte der Sprecher weiter.

Lufthansas Billigflug-Tochter Eurowings setzte alle Flüge zwischen Deutschland und der Türkei bis auf Weiteres aus, wie die Gesellschaft mitteilte.

Der deutsche Reiseveranstalter Tui hat einen Krisenstab einberufen. Kunden, die in den nächsten Stunden in die Türkei fliegen wollten, könnten kostenlos ihre Reise stornieren. Die Abflugschalter seien entsprechend informiert worden.

In den türkischen Ferienzentren ist die Lage nach Angaben von Tui ruhig. Dies berichteten Reiseleiter vor Ort, sagte eine Tui-Sprecherin. Noch keine Angaben konnte sie darüber machen, ob rückreisewillige Urlauber schnell zurückgeflogen werden können.

Der Reiseveranstalter Thomas Cook forderte die Urlauber auf, "vorsichtshalber bis auf weiteres in ihren Hotels zu bleiben".

Kunden von Thomas Cook und der dazugehörigen Fluggesellschaft Condor können kostenfrei ihre Reise umbuchen oder stornieren.

Fotos: dpa


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