Frau trinkt Wein und stirbt: Polizei warnt vor diesem Getränk

Puurs - In Belgien ist eine Frau nach einem Schluck Wein gestorben.

Die Flasche ist original mit einem schwarzen Korken (oben) verschlossen, darf keinen weißen (unten) haben.
Die Flasche ist original mit einem schwarzen Korken (oben) verschlossen, darf keinen weißen (unten) haben.  © ANTWERP PUBLIC PROSECUTORS OFFICE

Wie "Dutch News" berichtet, fand die Tragödie bereits im zurückliegenden Dezember in Puurs statt. Die 41-Jahrige nahm nur einen kleinen Schluck Wein aus ihrem Glas und stellte es dann wieder ab, weil der edle Tropfen einen seltsamen Geschmack hatte.

Nach einer Weile verlor sie plötzlich das Bewusstsein. Die Frau wurde ins Krankenhaus gebracht, wo sie fünf Tage später starb.

Wie sich herausstellte, waren Drogen in der Flasche der Sorte Merlot Cabernet Sauvignon aus dem Jahr 2016 der niederländischen Firma "black & bianco".

Die belgische Staatsanwaltschaft warnte vor dem Genuss dieses Weines, nachdem Untersuchungen ergaben, dass die Flasche Ecstasy enthielt. Unbekannte hatten die Flasche offenbar geöffnet: der schwarze Original-Korken war durch einen hellen ausgetauscht.

Außer MDMA (Ecstasy) wurden auch Spuren von MDA, einer synthetischen halluzinogenen Droge, im Blut der Verstorbenen gefunden. Scheinbar hatte eine kleine Menge gereicht, dass sie für die Frau zur tödlichen Dosis wurde.

Der Fall bleibt mysteriös

Die Autopsie ergab, dass die Frau keine Drogen nahm und die Substanzen bereits vor dem Trinken in der Weinflasche waren. Wie sie in den Besitz der Flasche kam, ist noch immer nicht klar. Die Frau arbeitete in einem Geschäft und verkaufte dort Produkte, die von den belgischen Finanzbehörden beschlagnahmt wurden. Möglicherweise kam der Wein über diesen Weg in ihre Hände. Allerdings ist den Mitarbeitern verboten, beschlagnahmte Produkte mit nach Hause zu nehmen.

Woher die Drogen stammen, ist auch noch nicht geklärt. Es stellt sich jedoch heraus, dass die Flasche einen zweiten Boden hat.

Hinweis der Polizei

Die Polizei Antwerpen vermutet, dass jemand die Drogen in der Flasche Wein aufgelöst hat, um sie zu schmuggeln. Unklar ist jedoch, ob es sich nur um diese eine Flasche handelt. Die Ermittler befürchten, dass sie Teil einer größeren Schmuggelmenge sein könnte.

Deshalb warnen sie: Wenn jemand eine Flasche Merlot Cabernet Sauvignon aus dem Jahr 2016 des genannten Herstellers kaufte, die auch noch anstelle des schwarzen einen hellen Korken hat, soll sie auf keinen Fall geöffnet, sondern bei der Polizei abgegeben werden.

Titelfoto: ANTWERP PUBLIC PROSECUTORS OFFICE

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