Fußball-Wahnsinn in England: Sieben-Tore-Spektakel bei Traditionsduell!

London - Was für ein Spiel ins Englands zweiter Liga Championship! Die Queens Park Rangers und Birmingham City FC haben sich ein wahres Torspektakel geliefert.

Brachte Birmingham City mit drei Toren in der ersten Halbzeit nahezu im Alleingang auf die Siegerstraße: Das englische Sturmtalent Che Adams.
Brachte Birmingham City mit drei Toren in der ersten Halbzeit nahezu im Alleingang auf die Siegerstraße: Das englische Sturmtalent Che Adams.  © Imago

Wie mehrfach an diesem Wochenende gesehen, sah zunächst die eine Mannschaft wie der sichere Sieger aus.

Der an diesem Nachmittag überragende Birmingham-Mittelstürmer Che Adams setzte das erste Ausrufezeichen. Er tanzte QPR-Gegenspieler Joel Lynch nach allen Regeln der Kunst aus, brachte sich in Schussposition und vollendete wuchtig und platziert aus 14 Metern halbrechter Position im Sechzehner in die lange Ecke zum 1:0 für City (21. Minute).

Nur fünf Minuten später mussten die Heimfans unter den 14.234 Zuschauern an der Loftus Road den nächsten Rückschlag hinnehmen.

Ein klasse Steckpass von Birminghams Jota in den Lauf von Adams ließ den 22-Jährigen frei vor QPR-Keeper Joe Lumley auftauchen. Dieser hatte keine Chance, als Adams sein Tempo nutzte, rechts am Schlussmann vorbeilief und ins leere Tor einschob - 2:0 für die Gäste.

Als Mittelfeldspieler Jota dann noch eine Ecke auf den Kopf von Abwehrkante Harlee Dean schlug und dieser aus fünf Metern unbedrängt zum 3:0 einköpfen konnte, drohte dem Tabellen-15. ein richtiges Debakel (36.).

Denn es wurde nicht besser. Als Jota nach zweifacher Hakenablage seiner Mitspieler in der 42. Minute den Innenpfosten traf, prallte der Ball durch Lumleys Hände genau vor die Füße von Adams, der mit seinem dritten Treffer, sein 19. Ligator in dieser Saison, zum 4:0 abstaubte (42.).

Das turbulente Spiel zwischen den Queens Park Rangers und Birmingham City fand mit den Gästen einen glücklichen Sieger. Auch der frühere Dresdner und Unioner Toni Leistner mischt mit (l.).
Das turbulente Spiel zwischen den Queens Park Rangers und Birmingham City fand mit den Gästen einen glücklichen Sieger. Auch der frühere Dresdner und Unioner Toni Leistner mischt mit (l.).  © Imago

Immerhin erzielte QPR in der Nachspielzeit nach einer Ecke von der rechten Seite durch Matt Smith den 1:4-Ehrentreffer. Ausgerechnet der 1,98 Meter große Mittelstürmer traf, der zuvor in 24 Spielen gerade mal ein kümmerliches Törchen erzielt hatte.

Als der in Birmingham geborene Smith kurz nach der Pause nach einem klugen Flachpass von Nahki Wells den Ball auch noch ins Tor grätschte, keimte bei QPR wieder Hoffnung auf - denn es stand nur noch 2:4 (48.).

Mit neuem Mut warfen die Gastgeber nun alles nach vorne, hatte mehrere gute Chancen, ehe Mittelfeldmann Jordan Cousins nach einer zu kurzen Faustabwehr von Birminghams Torwart Lee Camp mit einem satten Schuss aus 14 Metern den 3:4-Anschlusstreffer erzielte.

In der Nachspielzeit ging es nochmal drunter und drüber. QPR bekam einen berechtigten Elfmeter für zugesprochen und alles sah nach einer von Erfolg gekrönten Aufholjagd aus. Doch QPR-Stürmer Wells scheiterte am klasse reagierenden Camp, der die Kugel aus der linken unteren Ecke fischte (90+3.)!

Durch dieses bittere Finale bleibt QPR im Mittelfeld auf Rang 15 kleben, hat 13 Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, aber auch elf Zähler Rückstand auf den ersten Premier-League-Play-off-Platz sechs. Birmingham bleibt als Tabellenachter in Tuchfühlung zu Rang sechs, ist vier Punkte hinten dran.

Titelfoto: Imago

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