Wolkenkratzer geraten ins Wanken: Tote bei Erdbeben auf den Philippinen

Quezon City (Philippinen) - Bei einem Erdbeben der Stärke 6,1 im Norden der Philippinen sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Dutzende weitere wurden verletzt, wie die Provinzgouverneurin von Pampanga, Lilia Pineda, am Montag mitteilte. Demnach starben ein Mädchen und seine Großmutter beim Einsturz einer Mauer in der Stadt Lubao nördlich der Hauptstadt Manila.

Erste Bilder des Erdbebens machen auf YouTube die Runde.
Erste Bilder des Erdbebens machen auf YouTube die Runde.  © YouTube/Screenshot/Viral Press

Bei dem Einsturz eines vierstöckigen Gebäudes in der nahen Stadt Porac seien mindestens 20 Menschen verletzt worden, sagte Pineda. Im Erdgeschoss des Gebäudes habe sich ein Supermarkt befunden. Menschen sollen dort verschüttet sein, sagte die Gouverneurin dem Fernsehsender ANC. Aus den Trümmern seien Schreie zu hören gewesen. Retter seien auf dem Weg.

Das Epizentrum des Bebens lag in der Stadt Castillejos in der Provinz Zambales, wie die Erdbebenwarte Phivolcs in Quezon City mitteilte. In dem Ort mit knapp 65.000 Einwohnern rannten Menschen in Panik auf die Straßen, wie lokale Medien berichteten.

Einige Gebäude stürzten ein. Entlang einer Hauptverkehrsstraße wurden demnach Risse und Steinschläge beobachtet. Laut dem Phivolcs-Direktor Renato Solidum wurde keine Tsunami-Warnung erwartet. Er rief die Menschen jedoch wegen möglicher Nachbeben zur Vorsicht auf.

Beim letzten Beben starben über 220 Menschen

Manila: Rettungskräfte tragen eine Frau zu einem Krankenwagen, nachdem ihr schwindlig wurde.
Manila: Rettungskräfte tragen eine Frau zu einem Krankenwagen, nachdem ihr schwindlig wurde.  © Aaron Favila/AP/dpa

Das Beben war Berichten zufolge in der gesamten Großregion Metro Manila um die philippinische Hauptstadt herum zu spüren, wo Menschen aus Büros und Geschäftsgebäuden flohen.

Der Betrieb der Schwebebahn im Großraum Manila wurde nach Angaben des technischen Leiters Michael Capati aus Sicherheitsgründen vorerst eingestellt. Castillejos ist auf dem Landweg etwa 140 Kilometer von Manila entfernt.

Die Philippinen befinden sich auf dem Pazifischen Feuerring, wo sich rund 90 Prozent aller Erdbeben weltweit ereignen. Das letzte große Beben mit einer Stärke von 7,1 hatte im Oktober 2013 mehr als 220 Menschen das Leben gekostet.

Update 15.00 Uhr

Nach einem Erdbeben der Stärke 6,1 im Norden der Philippinen ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens sechs gestiegen. Mindestens 50 Menschen wurden nach offiziellen Angaben vom Montag verletzt. Ein Mädchen und seine Großmutter starben beim Einsturz einer Mauer in der Stadt Lubao nördlich der Hauptstadt Manila, wie die Provinzgouverneurin von Pampanga, Lilia Pineda, mitteilte.


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