Veranstalter meldet sich zurück: R. Kelly-Konzert in Hamburg soll nicht stattfinden

Hamburg - Das geplante Konzert von R. Kelly (54) am 14. April in der Alsterdorfer Sporthalle wird voraussichtlich nicht stattfinden. Ganz eindeutig ist die Ansage des Veranstalters aber noch nicht.

Der Musiker R. Kelly auf dem Weg zu einer Anhörung im März.
Der Musiker R. Kelly auf dem Weg zu einer Anhörung im März.  © DPA

Bislang war Bernard Events für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Jetzt gab es zumindest eine entsprechende Bekanntgabe bei Facebook.

"Wichtige Informationen! Die Deutschland-Tour von R. Kelly, welche im April 2019 geplant war, wird voraussichtlich nicht stattfinden", heißt es in einem Beitrag. "Die Umstände, die die Konzertabsagen mit sich ziehen und die vertragliche Situation", müsse aber nun noch geklärt werden.

Alle Kartenbesitzer hätten dann ab April die Möglichkeit, ihre bereits gekauften Tickets wieder zurückzugeben.

Hintergrund sind die aktuellen Missbrauchsvorwürfe gegen den Musiker. Die Fälle stammen aus den Jahren 1998 bis 2010 und drehen sich um vier teils minderjährige Opfer.

Die Online-Petition "#RKELLYSTUMMSCHALTEN - Sexualverbrechen keine Bühne geben", mit der Konzerte des Rappers in Deutschland verhindert werden sollten, listet inzwischen rund 242.000 Unterstützer auf.

Das Video-Standbild zeigt, wie R&B-Sänger R. Kelly von Polizisten abgeführt wird.
Das Video-Standbild zeigt, wie R&B-Sänger R. Kelly von Polizisten abgeführt wird.  © DPA

Bereits im Februar hatte das Portal Eventim den Verkauf der Tickets auch für Hamburg vorerst gestoppt (TAG24 berichtete). Ein zweites geplantes Deutschland-Konzert des Sängers in Neu-Ulm wurde bereits abgesagt (TAG24 berichtete).

Der Hamburger Veranstalter hatte eine Absage des Konzerts lange herausgezögert. "Momentan, und das müssen auch wir uns eingestehen, stehen die Chancen auf die Tour eher schlecht", hatte Bernard Events noch Ende Februar bei Facebook geschrieben.

Dennoch wolle man das Ergebnis einer Anhörung R. Kellys noch abwarten. Und das, obwohl der R&B-Sänger bereits seinen Reisepass hatte abgeben müssen.

Auch wenn die aktuelle Stellungnahme noch immer nicht ganz eindeutig formuliert wurde, können sich Ticketkäufer zumindest schon mal auf eine baldige Absage einstellen.

Titelfoto: DPA

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