Rabensteiner bleiben auf 30.000 Euro für Sportplatz sitzen

Der Umbau steht kurz vor dem Abschluss. Doch noch darf die Fläche nicht betreten werden.
Der Umbau steht kurz vor dem Abschluss. Doch noch darf die Fläche nicht betreten werden.

Von Daniela Möckel

Chemnitz - Ärger in Rabenstein: Weil die Stadt beim Ausbau des Schulsportplatzes nicht vorankam, gingen Bürger mit 30.000 Euro in Vorleistung. Nun bleiben sie offenbar auf den Kosten sitzen:

Eine Rückzahlung seitens der Stadt sei nicht vorgesehen. Lange mussten die Eltern für die Sanierung der Grundschule in Rabenstein kämpfen. Seit drei Jahren wird gebaut, der Sportplatz nimmt Gestalt an.

Das liegt vor allem am Sportverein SG Handwerk Rabenstein und der Unabhängigen Bürgerinitiative Rabenstein (UBR).

Gottfried Reuther (76), im Vorstand beider Vereine, erklärt: „Die Stadt wollte eigentlich den Schulgarten für 300.000 Euro zum Sportplatz umbauen. Da unser alter Hartplatz genau ans Schulgelände grenzt, wir die Fläche nicht mehr benötigen, haben wir dessen Umbau vorgeschlagen. Kosten etwa 30.000 Euro.“

Gottfried Reuther (76, UBR, l.) und Sportvereins- Chef Rolf Lein (53) am nahezu neu gestalteten Schulsportplatz.
Gottfried Reuther (76, UBR, l.) und Sportvereins- Chef Rolf Lein (53) am nahezu neu gestalteten Schulsportplatz.

Trotz angeblich positiver Reaktionen seitens der Stadt passierte nichts. Der Bau wurde laut Reuther immer wieder verschoben.

In diesem Sommer startete der Verein den Umbau in Eigeninitiative und ging mit 30.000 Euro in Vorleistung.

„Wir stehen kurz vor der Vollendung. Es ist unklar, wann und ob das Geld vom Amt zurückkommt. Eine Schande, wenn zwei gemeinnützige Vereine draufgehen, weil sie etwas für die Kinder tun wollten“, sagt Reuther.

Auf MOPO24-Anfrage erklärt die Stadt, dass eine Kostenübernahme nicht vereinbart worden sei.

„Die Rückzahlung in Höhe von 30.000 Euro kann nicht bestätigt werden. Auch ein Ausbau für 300.000 Euro sei nicht eingeplant gewesen.“

Lediglich über Nutzungsvereinbarungen sollen weitere Absprachen getroffen werden. Somit steht es Aussage gegen Aussage.

Fotos: Uwe Meinhold


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