Weil sie taub ist! Burger-King-Mitarbeiter verweigert Bedienung und ruft Polizei

Oklahoma (USA) - Ein Mitarbeiter der Fast-Food-Kette Burger King in Oklahoma/USA wollte Rachel Hollis (38) nicht bedienen, weil sie taub ist und er zu viel zu tun hätte. Die verstörte Mutter nahm alles auf Video auf.

Rachel Hollis (38, li.) und der Burger King Mitarbeiter (r.) dem inzwischen gekündigt wurde.
Rachel Hollis (38, li.) und der Burger King Mitarbeiter (r.) dem inzwischen gekündigt wurde.  © Screenshot/Twitter/@PaperSpyletter

Der Vorfall ereignete sich am 21. August in Oklahoma/ USA. Die taube Rachel Hollis (38) wollte ihre Bestellung im Drive-In von Burger King aufgeben, wie sie es ständig machte. Sie hatte sogar vorher extra alles aufgeschrieben, um es dem Angestellten so einfach wie möglich zu machen.

Dann der Schock für die zweifache Mutter. Der Mitarbeiter weigerte sich, sie zu bedienen. Er habe keine Zeit. Schnell reagierte sie und filmte die ganze Situation.

Zeit um ihr ein Zettelchen zu schreiben auf den er schrieb, er "wäre zu beschäftigt", um eine Bestellung von ihr entgegenzunehmen, hatte er dann aber doch noch. Daraufhin brach die Mutter vor ihren Kindern im Auto in Tränen aus.

Der Mitarbeiter knallte das Fenster des Schalters zu und arbeitete einfach weiter. "Es war, als wäre ich ein Niemand. Ich wollte nur mein Essen. Sie sollten mich wie einen hörenden Kunden behandeln", so Rachel Hollis gegenüber der KTUL news.

Als die empörte Hollis sich nach dem Vorfall weigerte, den Drive-In-Schalter des Restaurants zu verlassen, rief ein Mitarbeiter die Polizei.

Es war das erste Mal, dass der 38-Jährigen so eine Abfuhr erteilt wurde. Normalerweise würde das sehr gut funktionieren. "Du kannst es (die Bestellung) entweder aufschreiben oder auf deinem Handy eingeben und zum Fenster fahren und es ihnen geben", so die traurige Mutter.

Ihr Essen bekam sie schlussendlich dann aber doch noch von einem anderen Mitarbeiter.

Burger King veröffentlichte indes ein Statement: "Der Restaurantbesitzer hat sich bei dem Gast und seiner Familie entschuldigt, der Mitarbeiter wurde entlassen und alle Mitarbeiter am Standort werden zusätzlich sensibilisiert, damit sich unsere Kunden immer willkommen fühlen".

Das hofft jetzt auch Rachel Hollis "Vielleicht können wir das (den Vorfall) nutzen, um Menschen aufzuklären, die vielleicht nicht wissen, wie man mit gehörlosen Menschen in der Lebensmittelindustrie arbeitet. Ich möchte sicherstellen, dass alle gehörlosen Kunden in Zukunft Drive-Ins ohne Probleme nutzen können."


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