Er soll einem Mann im Sex-Club die Identität geklaut haben!

Gar nicht nett: Im sündigen Clubhotel zu Radebeul soll Alexander W. (43) geklaut haben.
Gar nicht nett: Im sündigen Clubhotel zu Radebeul soll Alexander W. (43) geklaut haben.  © Ove Landgraf

Radebeul - Einem nackten Mann kann man nicht in die Tasche greifen. Laut Anklage bewies der mehrfach vorbestrafte Alexander W. (43) genau das Gegenteil. Demnach griff er nicht nur im Swingerclub zu, er klaute dem Opfer gleich die ganze Identität! Seit Mittwoch ist Prozess am Amtsgericht.

Während sich Kai L. (51, Name geändert) im einschlägigen Clubhotel von Radebeul im Sommer 2015 vergnügte, knackte Alexander W. laut Anklage den Spind Nummer 5. Daraus klaute er aus der dort vorgefundenen Hose von Kai sämtliche Papiere, Geldkarten und 500 Euro Bargeld.

Auf dem gemausten Ausweis von Kai prangten kurz darauf Foto und Geburtsdatum von Alexander. Mit der Fälschung wurden Konten eröffnet, Gelder überwiesen, sogar versucht, 20.000 Euro Darlehen zu erschwindeln.

Mehr noch: Auf einer Porno-Plattform im Netz soll Alexander sehr spezielle Dienste gebucht haben. Die Gebühren (89 Euro) wurden von Kais richtigem Konto gebucht, wie auch die Rechnung für eine Date-Agentur.

Zu den Vorwürfen schwieg der Angeklagte, der für die Justiz kein Unbekannter ist. Immer wieder landete der gelernte Tischler vor Gericht. Beim Prozess im Februar 2015 hatte er noch eine Art Lebensbeichte abgegeben, gesagt, er habe keine Lust mehr auf Knast. Weshalb er mal wieder Bewährung bekam. Inzwischen sitzt er diverse Strafen bis Juli 2019 ab.

Die Haftzeit könnte noch länger dauern, wenn er nun auch wegen der krummen Nummer im Swingerclub verurteilt werden sollte. Der Prozess wird fortgesetzt.


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