Diesen echten Indianer könnt Ihr jetzt live in Radebeul erleben

Der Indianer Edward Earl Bryant alias Slow Raven schnitzt einen Totempfahl aus einem Kieferstamm.
Der Indianer Edward Earl Bryant alias Slow Raven schnitzt einen Totempfahl aus einem Kieferstamm.  © Eric Münch

Radebeul - Howgh! Im Radebeuler Karl-May-Museum schnitzt ein echter Indianer aus einem Baum einen Totempfahl, zeigt dabei Jahrhunderte alte Handwerkskunst seines Stammes aus Kanada. Und Ihr könnt mitschnitzen!

Sein indianischer Name lautet „Hagwil-Gaáx“, bedeutet „langsamer Raabe“. Ed Bryant (56) lebte 37 Jahre bei seinem Stamm vom indigenen Volk der „Tsimshian“ an der Nordwestküste Kanadas. Dann zog es ihn die weite Welt hinaus - und Ihr könnt den Künstler jetzt live in Radebeul erleben! „Er hatte die Idee, einen Totempfahl fürs Museum zu schnitzen“, freut sich Leiterin Claudia Kaulfuß (49). Für die Indianer-Kunst ließ sie extra eine sieben Meter große Kiefer aus dem Wettiner Forst von Daniel Prinz von Sachsen (41) anliefern.

„Ein Totempfahl zeigt meist Gesichter und Geschichte einer Häuptlingsfamilie“, erklärt Ed. „In diesen Totem arbeite ich vier Motive ein.“ Unten ein Bär, „der Medizinmann des Waldes“. Dann ein Natur-Geist, darüber das Gesicht Karl Mays. Oben ein Adler. Der gilt als Vermittler zwischen Himmel und Erde und ist außerdem deutsches Wappentier.

Neun Totems hat Ed bereits gefertigt, einige schmücken Museen in Europa. Die Arbeit dauert eigentlich Monate: entrinden, schleifen, Motive einarbeiten. Das Besondere in Radebeul: In zwei Workshops können Interessierte unter Eds Federführung mitschnitzen! Auch führt der Indianer traditionelle Tänze in originalen Zeremonie-Gewändern auf.

Zum Auftakt der Karl-May-Festtage schnitzt Ed beim Familienfest Masken im Museum (25. Mai, ab 11 Uhr). Der Totem wird dann zum Fest feierlich aufgestellt.

Wir verschenken zwei Workshop-Plätze (12.-14. und 19.-21. Mai, Tagesteilnahmen möglich)! Ruft am Freitag um 11 Uhr an, Tel. 0180/500 18 61 (0,14 Euro/Min aus dem Festnetz, mobil teurer).

In Radebeul können Besucher unter Eds Federführung mitschnitzen.
In Radebeul können Besucher unter Eds Federführung mitschnitzen.  © Eric Münch

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