Während die Stacheltiere schlummern: So wachen die Radebeuler Igelretter über ihre Schützlinge

Radebeul - Igel im Winterschlaf: Noch bis Anfang April ruhen die putzigen Stacheltiere eigentlich. Dennoch ist bei den Igelhelfern auf den Stationen jede Menge los - nur was machen die Tierfreunde in der kalten Jahreszeit eigentlich?

Mitarbeiterin Katrin Zanetakis (47) nimmt Winter-Neuankömmling "Fritzel" mit zum Wiegen.
Mitarbeiterin Katrin Zanetakis (47) nimmt Winter-Neuankömmling "Fritzel" mit zum Wiegen.  © Ove Landgraf

130 Igel sind aktuell zu Gast bei der Radebeuler Igelhilfe. Tatsächlich haben die meisten ihren Organismus runter gefahren und schlafen in ihren Quartieren.

"Es gibt aber immer wieder Igel, die aufwachen. Das ist nach unserer Erfahrung meistens bei jenen der Fall, die zu dünn sind, nicht genug Fett angefressen haben. Auch kranke Tiere schlafen nicht durch", sagt Stations-Chefin Cornelia Schicke (56). Derzeit haben auch fünf Igelchen in der Station noch nicht in den Winterschlaf gefunden.

Und so sind täglich Mitarbeiter da, um frisches Wasser und Futter bereit zu stellen, auch die Gehege zu putzen. "Zudem bekommen wir ständig Neuankömmlinge, die jetzt hilflos draußen gefunden werden. Zwei kamen in dieser Woche. Der eine wurde wohl aus seinem Quartier ausgebuddelt, der andere lag im Schnee, so Schicke.

"Wenn Igel jetzt draußen zu sehen sind, dann meist, weil ihr Nest zerstört oder bewegt wurde. Dann sollte man sie zu uns bringen, weil sie ihr Nest im Winter nicht neu errichten können."

Ende März erwachen die Tiere dann langsam wieder und werden ausgewildert.

"Fritzel" war von Parasiten befallen, wurde mit Medikamenten behandelt.
"Fritzel" war von Parasiten befallen, wurde mit Medikamenten behandelt.  © Ove Landgraf
Rund 130 Igel schlummern gerade bei der Igelhilfe Radebeul im Winterschlaf.
Rund 130 Igel schlummern gerade bei der Igelhilfe Radebeul im Winterschlaf.  © Ove Landgraf

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