Grill-Unfall mit Achtjährigem: Mann zu Geldstrafe verurteilt

Die Kleidung des Achtjährigen fing Feuer. (Symbolbild)
Die Kleidung des Achtjährigen fing Feuer. (Symbolbild)

Rahden - Was als fröhlicher Grillabend gestartet war, endete mit einem tragischen Unfall, bei dem ein achtjähriger Junge Brandverletzungen zweiten und dritten Grades erlitt. Ein 45-jähriger Mann wurde jetzt von dem Amtsgericht Rahden wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt.

Der Mann aus Hüllhorst war bei einer befreundeten Familie zum Grillen zu Gast, doch die Kohle wollte nicht brennen. Deshalb wollte der 45-Jährige mit Brennspiritus nachhelfen, wobei es eine Stichflamme gab und die Kleidung des Achtjährigen sofort Feuer fing.

Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Hamm geflogen. Verbrennungen habe er vor allem im Gesicht, an den Oberarmen und am Bauchbereich erlitten, zitierte Richterin Schürhoff aus dem medizinischen Bericht. 25 Prozent der Körperfläche waren verbrannt.

Der Junge musste bereits mehrere Operationen und Hauttransplantationen und eine Reha über sich ergehen lassen, so die Neue Westfälische. Der Hüllhorster räumte vor Gericht ein, die Flüssigkeit auf die heißen Kohlen gespritzt zu haben. Daraufhin habe es einen "Feuerstrahl" gegeben. Dass der Junge in der Nähe war, habe er nicht gesehen.

Der Anwalt sprach von einer "Verkettung unglücklicher Umstände", mit dessen Folgen der Junge sein Leben lang zu kämpfen werden hat. "Es tut mir seh leid", sagte der Angeklagte, der zu 90 Tagessätzen à 40 Euro verurteilt wurde.


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