Herausgesprungene Kniescheiben: So hart feierten die Rammstein-Fans

München - Die Skandal-Rocker von Rammstein haben im Münchner Olympiastadion zwei Abende hintereinander Vollgas gegeben. Auch die Fans feierten hart, wie Gerhard Bieber von den Johannitern zu berichten weiß. Einen Einsatzrekord gab es jedoch nicht - den gab es bei dem Auftritt eines Musikers aus einem ganz anderen Genre.

Rammstein rockten am Samstag und Sonntag das Olympiastadion in München. (Symbolbild)
Rammstein rockten am Samstag und Sonntag das Olympiastadion in München. (Symbolbild)  © DPA

Gerhard Bieber, Pressesprecher der Johanniter, war bei dem Rammstein-Konzert am Samstag im Einsatz. Gegenüber der Süddeutschen Zeitung zog er Bilanz: "Die feiern schon härter..."

Warum? "Da wird intensiver getanzt und, ja, mehr Alkohol konsumiert. Die Folge sind dann mehr chirurgische Verletzungen: Kopfplatzwunden oder herausgesprungene Kniescheiben. Doch, da wird schon härter gefeiert", so Bieber.

143 Rettungskräfte seien im Einsatz gewesen. Insgesamt habe es 140 Patienten gegeben. "Wenn 70.000 Leute im Olympiastadion sind, dann ist das die Einwohnerzahl von Rosenheim - da passiert alles: von der beginnenden Infektion bis zum Herzinfarkt oder Schlaganfall."

Doch das Rammstein-Konzert mit 140 Einsätzen war trotzdem nicht das Wildeste im Münchner Olympiastadion.

Die meisten Einsätze gab es nämlich laut Bieber bei einem ganz anderen Konzert: "Nächstes Wochenende kommt Andreas Gabalier. Vorletztes Jahr hatten wir bei dem Konzert unseren Einsatzrekord."

Der Pressesprecher der Johanniter ist sich sicher: Rammstein-Fans feiern härter. (Symbolbild)
Der Pressesprecher der Johanniter ist sich sicher: Rammstein-Fans feiern härter. (Symbolbild)  © DPA

Feiern die Gabalier-Fans also noch härter als die Anhänger von Rammstein? Der Grund für den Einsatzrekord ist wohl eher ein anderer.

"Da sind die Haferlschuhe noch nicht eingelaufen und die Leute kommen alle mit blutigen Füßen zu uns. Die Wege im Olympiapark sind ja nicht gerade kurz", berichtet der Helfer. "Damals haben wir zwanzig Meter Blasenpflaster verbraucht."

Gerhard Bieber rät den Besuchern von Open-Air-Konzerten eine Kopfbedeckung aufzusetzen und genügend Alkoholfreies zu trinken.

Denn: "Es ist schon bedenklich und traurig, wenn die ersten alkoholbedingt ausfallen, noch ehe das erste Gitarrenriff erklingt."

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