Sido ruft zu mehr Mitgefühl mit Flüchtlingen auf

Rapper Sido sorgt sich um das fehlende Mitgefühl für Flüchtlinge.
Rapper Sido sorgt sich um das fehlende Mitgefühl für Flüchtlinge.

Der ehemalige Rüpel-Rapper Sido wünscht sich mehr Solidarität für Flüchtlinge. "Mitgefühl finde ich wichtiger denn je. Es ist das, was bei der Flüchtlingsproblematik helfen würde", sagt der 34-jährige Berliner.

In einem Interview mit der "Neuen Westfälischen" fuhr er zudem fort: "Man kann mir doch nicht ernsthaft erzählen, dass irgendwelche Rechten ein Haus abbrennen würden, wenn sie sich bewusst wären, dass dort Menschen leben, die vor Krieg geflüchtet sind, die Angst hatten zu verhungern oder, dass ihre Familie stirbt".

Angesichts rechter Gewalt seien die Menschen, die Flüchtlinge willkommen hießen, noch viel zu leise: "Was fehlt, sind die vielen Stimmen, die sagen: 'Refugees welcome!' Diese Stimmen müssen viel lauter werden."

Sido erklärte weiter, dass er sich selbst viele Gedanken über die Probleme in der Welt macht, "aber das ist wie gegen Windmühlen kämpfen."

Der Rapper sieht seine Aufgabe als Musiker darin, auf die Probleme aufmerksam zu machen. Auch über sein Anfang September erschienendes Album sprach er:

"Meine Musik ist für mich wie Therapie, in der ich über Dinge spreche, die mich beschäftigen. So singe ich etwa über den Tod und darüber, dass ich nicht sterben möchte."

Sido fordert mehr laute Stimmen, die "Refugees Welcome" sagen.
Sido fordert mehr laute Stimmen, die "Refugees Welcome" sagen.

Fotos: dpa


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