Rassenwahn bei Hunden? PETA kritisiert Ausstellung in Leipziger Messe

Leipzig - Am Wochenende findet in Leipzig die beliebte Haustiermesse "Hund und Katz" statt. Besonders gegen einen Punkt im Programm haben die Tierrechtler der Organisation PETA etwas einzuwenden.

Statt beim Züchter sollen zukünftige Hundeeltern besser im Tierheim suchen, so PETA.
Statt beim Züchter sollen zukünftige Hundeeltern besser im Tierheim suchen, so PETA.  © Christoph Schmidt/dpa

Über 5000 Hunde samt Herrchen werden auch in diesem Jahr wieder bei der German Winner Show & Internationalen Ausstellung des Verbandes für das Deutsche Hundewesen teilnehmen. Unter den 240 teilnehmenden Rassen findet man alles zwischen Affenpinscher und Zwergpinsch, wie der Veranstalter von "Hund und Katz" auf seiner Website mitteilt.

Die Tierschutzorganisation PETA übt scharfe Kritik an der Ausstellung aus. "Was falsch bei Menschen ist, ist auch falsch bei Tieren", lässt PETA in einer Pressemitteilung ausrichten. Die Tierschutzorganisation betont, dass Hunde und Katzen sensible Lebewesen sind, die nicht zu Ausstellungsobjekten degradiert werden dürfen. "Zuchtverbände, die Hunde und Katzen beliebig nach Form und Farbe 'zusammenbauen‘, nehmen billigend in Kauf, dass viele der Tiere ihr Leben lang leiden und oftmals schwer krank sind", so Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA.

Zum Beispiel erkranken Schäferhunde oftmals an einer Hüftgelenkdysplasie; Perserkatzen haben wegen ihrer kurzen, flachen Nasen oftmals Atembeschwerden, ähnlich ist es bei den Französischen Bulldoggen.

Durch die Zucht verschärfe sich außerdem die Situation für heimatlose Tiere. Laut PETA leben etwa neun Millionen Hunde und 13,7 Millionen Katzen in deutschen Haushalten. Züchter produzieren jedoch immer weiteren Nachwuchs, obwohl jährlich allein in Deutschland etwa 3000.000 Tiere im Tierheim abgegeben werden.

Die "Hund und Katz"-Messe findet am letzten Augustwochenende in Leipzig statt. Neben der Rassenhundeausstellung gibt es auch eine Ausstellung für Rassekatzen mit über 300 teilnehmenden Tieren. Bisher hat sich die Messe noch nicht zu den Vorwürfen geäußert.

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