"Buschmann": Polizei ermittelt wegen Rassismus-Skandalvideo

Sinsheim - Die Polizei ermittelt noch wegen eines Videos mit rassistischen Aussagen aus einem Sinsheimer Handwerksbetrieb (Rhein-Neckar-Kreis).

Ein Screenshot eines Tweets in dem das Video eingebunden ist.
Ein Screenshot eines Tweets in dem das Video eingebunden ist.

Die Staatsanwaltschaft Heidelberg sei davon in Kenntnis gesetzt, sagte eine Sprecherin der Mannheimer Polizei am Dienstag.

Die Beamten klären noch, ob der im Internet kursierende Clip strafrechtliche Bedeutung hat und wenn ja, um welchen Straftatbestand es sich handelt.

In dem Video filmt ein Mann seinen dunkelhäutigen Kollegen bei der Arbeit und geht ihn mit diskriminierenden Sprüchen an. Er bezeichnet ihn unter anderem als "Buschmann" und spricht davon, Paddel kaufen zu wollen. (TAG24 berichtete)

"Irgendwie musst du ja von Italien zurück nach Afrika", sagt er.

Das Video sorgte für viel Empörung und Kritik im Netz. Über die sozialen Medien war auch die Polizei darauf aufmerksam geworden.

Das Unternehmen hatte sich von den Inhalten distanziert.

Update 17.05 Uhr: Das rassistische Video aus einem Handwerksbetrieb in Sinsheim (Rhein-Neckar-Kreis) ist nach Darstellung des Unternehmers ein "schlechter Scherz" seiner beiden Mitarbeiter gewesen. Die beiden Kollegen, ein 20-jähriger Lehrling aus Afrika und ein Mann über 30, hätten den als Clip im Internet kursierenden Film aus einer Laune heraus gemacht, ohne an die Folgen zu denken, wie der Inhaber des Metallbaubetriebs, Thomas Hammer, am Dienstag erklärte. Das Unternehmen hatte sich bereits zuvor von den Inhalten des Videos distanziert.

Der Ältere der beiden, "ein lustiger Typ", habe bei Bekanntwerden des Films Mitte September eine Abmahnung erhalten, sagte Hammer. Der junge Auszubildende habe die Tragweite erst erkannt, als der bestürzte Reaktionen auf das Video aus seiner Heimat Eritrea erhielt.

Die Polizei kommentierte diese Aussagen nicht.

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