Rassismusvorwürfe: B-Jugendspiel wird gegen Hertha gewertet

Berlin - Nach den Rassismusvorwürfen durch U16-Jugendspieler von Hertha BSC und dem anschließenden Spielabbruch ist die Partie der B-Junioren-Regionalliga aus dem Dezember für die Berliner als verloren gewertet worden.

Herthas U16 hatte das Spiel beim VfB Auerbach abgebrochen.
Herthas U16 hatte das Spiel beim VfB Auerbach abgebrochen.  © Soeren Stache/dpa, Twitter/Sofian Chahed

Zugleich entschied das Sportgericht des Nordostdeutschen Fußballverbands in der Verhandlung am Samstag, dass sportgerichtliche Verfahren gegen den damaligen Hertha-Gegner VfB Auerbach und zwei seiner Spieler eingeleitet werden sollen.

Nach Angaben von Hertha waren die Nachwuchskicker während der Partie im Dezember von ihren Gegenspielern rassistisch beleidigt worden und hatten die Partie deshalb abgebrochen.

Der NOFV geht nach eigenen Angaben davon aus, dass die Vorwürfe zutreffen. Das Verhalten sei während des Spiels aber nicht korrekt angezeigt worden, wodurch entsprechende Strafmaßnahmen verhindert worden seien.

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Das Verlassen des Spielfelds sei daher nicht gerechtfertigt gewesen, weshalb der Verein verwarnt und das Spiel als verloren gewertet worden sei.

"Wir hätten uns im vorliegenden Fall sicherlich eine andere Entscheidung gewünscht, nichtsdestotrotz möchten wir positiv anmerken, dass den Ausführungen und Schilderungen unserer Spieler vom Sportgericht Glauben geschenkt wurde, sodass nun auch ein entsprechendes Sportgerichtsverfahren durch den NOFV zu den gesamten Vorfällen inklusive den rassistischen Beleidigungen eingeleitet wird", wird Thomas E. Herrich, Mitglied der Hertha-Geschäftsleitung und Clubanwalt, auf der Internetseite des Vereins zitiert.

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