Extremismus-Verdacht: Verfassungsschutz beobachtet Moschee

Rastatt - Eine Moschee im baden-württembergischen Rastatt für Muslime aus dem arabischsprachigen Raum ist im Visier des Verfassungsschutzes.

Die Stadt Rastatt hatte bereits seit dem Bau der Moschee Kontakt zu den Behörden. (Symbolbild)
Die Stadt Rastatt hatte bereits seit dem Bau der Moschee Kontakt zu den Behörden. (Symbolbild)  © DPA

Es handelt sich um die Al-Takwa-Moschee, die von der "Sächsischen Begegnungsstätte" (SBS) gegründet wurde.

Das Landesamt für Verfassungsschutz beobachte generell jeweilige Trägervereine und deren Funktionäre, "die ideologische Versatzstücke weitergeben und bestimmte Islaminterpretationen propagieren", sagte dazu ein Sprecher des Innenministeriums in Stuttgart.

Im Falle der SBS seien dies die extremistischen und verfassungsfeindlichen Vorstellungen der Muslimbruderschaft. Ob Moscheebesucher indoktriniert würden, werde genau verfolgt. Zuerst hatte der SWR berichtet.

Die Stadt Rastatt teilte auf Anfrage mit, dass das Rathaus schon seit dem Bau der Moschee 2017 mit dem Verfassungsschutz Kontakt aufgenommen habe. Gleichzeitig bemühe man sich im Rahmen der städtischen Integrationsarbeit um Zusammenarbeit und Kommunikation mit den Verantwortlichen der Moschee.

Dass dort Flüchtlinge oder andere Personen radikalisiert oder indoktriniert würden, sei bisher nicht bekannt. Den Angaben zufolge befinden sich die Moscheeräume in der Nähe des Rastatter Bahnhofes in einem Viertel, in dem besonders viele Menschen mit Migrationshintergrund wohnen.

Laut SWR hat die SBS in mehreren Städten in Baden-Württemberg versucht, Filialen zu gründen. Der Verfassungsschutz behalte entsprechende Aktivitäten im Blick, hieß es von Seiten des Innenministeriums weiter. Sobald es Hinweise auf Straftaten gebe, würden entsprechende Konsequenzen gezogen.

Titelfoto: DPA


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