Ratenkauf wird für den Online-Handel immer beliebter

Deutschland - Im Onlinehandel entpuppt sich der Ratenkauf als eine von Kunden immer häufiger genutzte Zahlungsweise. In gewisser Hinsicht ist das kurios. Denn der Onlinekauf selbst gilt als fortschrittlich und modern, auf der anderen Seite zeigen sich eben diese Onlinekäufer bezüglich der gewählten Zahlungsoption als unheimlich traditionell.

Aber was bedeutet das eigentlich für die Händler? Dieser Artikel schaut sich das einmal an.

Online werden heute viele Zahlungsmöglichkeiten geboten – dazu auch der Raten- und der Rechnungskauf.
Online werden heute viele Zahlungsmöglichkeiten geboten – dazu auch der Raten- und der Rechnungskauf.  © @ Web Hosting /Unsplash.com

Ratenkauf immer noch das Mittel der Wahl

Gemeinsam mit dem Rechnungskauf kann der Ratenkauf im Onlinehandel überzeugen. Der Anteil des Ratenkaufs ist zuletzt um rund 20 Prozent gestiegen: von 4 Prozent auf 5,4 Prozent.

Auch der Kauf auf Rechnung ist bei Verbrauchern unheimlich beliebt, wobei der Rechnungskauf gut mit dem Ratenkauf kombiniert werden kann. Aber warum verhalten sich die Verbraucher in dieser Hinsicht so traditionell? Was macht den Ratenkauf so interessant für Verbraucher? Ein Überblick:

  • Ware erhalten – dieser Punkt hat der Ratenkauf mit dem Rechnungskauf gemein. Kunden erhalten die Ware und müssen sie erst danach bezahlen. Gerade bei unbekannteren Shops oder bei besonderen Online-Bestellungen ist dies ein großer Vertrauensfaktor.
  • Langfristig bezahlen – der Ratenkauf ermöglicht es, auch teurere Produkte in handlichen Happen abzubezahlen. Dies kann der Bankeinzug oder auch die Bezahlung via PayPal nicht bieten.
  • Angebote – rund um den Ratenkauf gibt es mittlerweile viele Angebote, die wirklich interessant sind. Händler bieten 0-Prozent-Finanzierungen, Ratenpausen oder auch die Möglichkeit, dass die erste Rate in drei Monaten zu erfolgen hat.

Für Händler ist das Angebot des Rechnungs- und Ratenkaufs ein markantes Mittel, um Kunden von sich zu überzeugen. Auf der anderen Seite bleibt natürlich eine gewisse Gefahr bestehen, denn die Verkäufe basieren auf dem Vertrauen, dass der Kunde letztendlich zahlt.

Ein Produkt, welches bereits genutzt wurde, lässt sich bei einem Ausfall der Zahlung oder der Raten nicht mehr weiterverwenden.

Vorsicht bei Ratenkaufverträgen: Vorher immer Konditionen checken!
Vorsicht bei Ratenkaufverträgen: Vorher immer Konditionen checken!  © Quelle: @ Helloquence / Unsplash.com

Vor dem Ratenkauf immer genau hinschauen

Aber lohnt sich der Ratenkauf immer? Nein, da er mitunter auch Gefahren für den Käufer birgt. Es gibt durchaus Personen, die so viele Ratenkäufe abschließen, dass sie den Überblick verlieren.

Deshalb sollten Kunden immer auch auf ihre Finanzen schauen und sich genau notieren, wo sie Ratenkäufe tätigen und wie viele Raten sie monatlich zu tilgen haben. Selbst die kleinsten Raten summieren sich zu hohen Beträgen, wenn viele von ihnen zusammenkommen. Zudem sollte auch bei dem Angebot eines Ratenkaufs hingeschaut werden:

  • Konditionen – welche Konditionen gibt es rund um den Kauf? Hier gilt, nicht allein die Laufzeit und die Höhe zu bestimmen, sondern auch eventuelle Mehrkosten.
  • Zinsen – die meisten Ratenkäufe ziehen Zinsen nach sich. Wie hoch sind diese und wie wirkt sich die Zinshöhe auf den Gesamtpreis aus? An dieser Stelle lohnt es sich, auch mal in anderen Shops nachzuschauen und die Ratenangebote miteinander zu vergleichen.
  • Laufzeit – es gibt starre Laufzeiten und Laufzeiten, die Kunden mitbestimmen können. Starre Laufzeiten sind beispielsweise die gern abgeschlossenen Handy-Ratenkäufe. Sie laufen über zwei Jahre – meist gemeinsam mit dem Tarif. Die andere Variante sind zwar Ratenzeiträume, die vorgegeben sind, die der Kunde aber mitbestimmen kann. Meist kann er aus einer Anzahl an Raten auswählen. Beispiel: 3, 6, 12 oder 24 Monate. Natürlich verändert sich die Ratenhöhe je nach Ratenzahl, doch haben Kunden auf diese Weise die Option, recht schnell den Kauf vollständig abzuschließen.

Generell ist es ratsam, nicht allein die Produkte preislich miteinander zu vergleichen, sondern auch die Ratenkonditionen mit in den Vergleich einzubeziehen. Übrigens kann es gut sein, dass bei 0-Prozent-Finanzierungen die entfallenden Zinsen bereits in den Kaufpreis eingerechnet wurden. Auch dies bringt ein Vergleich zutage.

Durch Kredite und direkte Bezahlung lässt sich mitunter Geld sparen.
Durch Kredite und direkte Bezahlung lässt sich mitunter Geld sparen.  © Quelle: @ Christian Dubovan / Unsplash.com

Alternative Online-Kredit: Mitunter günstiger

Ein Online-Kredit kann in vielen Fällen günstiger sein. So kann er auch dazu dienen, mehrere bereits abgeschlossene Ratenkaufverträge gemeinsam abzulösen, sodass die monatlichen Ausgaben schlichtweg übersichtlicher sind. Auf der anderen Seite bietet er die Chance, Waren zu kaufen, ohne überhaupt einen Ratenvertrag abschließen zu müssen.

Gerade bei ausgiebigeren Neuanschaffungen, beispielsweise im Rahmen der Wohnungsneueinrichtung, bietet sich der Online-Kredit an:

  • Viele Möglichkeiten – während Kunden, die ein Produkt im Onlineshop kaufen wollen, ausschließlich dort einen Ratenvertrag abschließen können, lassen sich online unzählige Kreditangebote finden und vergleichen. Portale wie smava.de haben zahlreiche Partnerbanken, deren Konditionen sie im Einzelfall einem Vergleich unterziehen, um die günstige Kreditlösung zu finden.
  • Barzahlung – die benötigten Waren können nun direkt und auch bar bezahlt werden. Mitunter gibt das sogar noch einen Rabatt, wenn es sich um größere Anschaffungen handelt.
  • Sicherer – dieser Punkt wird durch die Übersichtlichkeit bedingt. Kreditnehmer zahlen die Raten an eine einzige Bank, nicht aber an mehrere Shops. Nicht nur spart das wieder Kontoführungs- und Überweisungsgebühren, es schützt auch davor, versehentlich Raten zu übersehen.

Vielfach ist der Ratenkredit günstiger als die Angebote in den Shops. Allerdings sollten Kunden wieder hingehen und die Kredite miteinander vergleichen.

Das geht online schnell, doch Vorsicht: Die in den Übersichten angebenden Zinsraten stellen nur einen ab-Wert dar, die Zinslast kann erst nach der Kreditanfrage korrekt berechnet werden. Trotzdem bieten die Vergleiche gute Möglichkeiten und helfen dabei, die besten Konditionen zu finden. Und worauf kommt es an?

  • Kreditkosten – das sind Zinsen und etwaige Gebühren.
  • Konditionen – sie sind das wichtigste Element. Ist es möglich, die Laufzeit mitzubestimmen und sind vorzeitige Ablösungen erlaubt? Sondertilgungen sind sehr wichtig.
  • Erhalt – Eilkredite werden meist schon nach zwei Tagen ausgezahlt, da hier alles online abläuft und die Postwege entfallen. Auch andere Anbieter bieten sehr rasche Zahlungen an, da die Kreditfähigkeit online geprüft wird.

Oftmals ist es wirklich sinnvoller, sich für den Ratenkredit anstelle des Ratenkaufs zu entscheiden. Je nach Anbieter liegen die Gesamtkosten weit unter denen der Shops, zudem ist der Ablauf entspannter, als wenn mehrere Ratenzahlungen überblickt werden müssen.

Fazit - hin und wieder praktisch

Wer hin und wieder ein Produkt online auf Raten kauft, der macht sicherlich keinen Fehler – sofern die Preise verglichen werden. Bei mehreren Bestellungen oder größeren Anschaffungen eignet sich der Ratenkredit über das Internet jedoch wesentlich mehr.

Er unterstützt dabei, die Finanzen nicht aus den Augen zu verlieren und bietet oft bessere Konditionen.


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