Neue Handy-App führt Blinde durch Chemnitz

Chemnitz - Langsam tastet sich Kristin Landmann (35) durch die Chemnitzer Innenstadt. Ihre Finger berühren das Rathaus, den Neumarkt und das Karl-Marx-Monument.

Kristin Landmann (35) vom SFZ Förderzentrum ertastet Figuren am Lucretia-Portal.
Kristin Landmann (35) vom SFZ Förderzentrum ertastet Figuren am Lucretia-Portal.  © Kristin Schmidt

Sie steht vor dem Chemnitzer Tastmodell. Kristin Landmann ist blind.

Gemeinsam mit Philipp Rath (34) und Alexander Seidel (39) vom SFZ Förderzentrum entwickelte sie eine Handy-App, die Menschen mit Behinderung als Orientierungshilfe in der Chemnitzer Innenstadt dienen soll.

Mit der sogenannten „findenApp“ werden Barrieren erkannt und unter anderem mittels Bluetooth-Technik an das Smartphone weitergegeben. Außerdem gibt es Informationen zu den einzelnen Gebäuden.

"Auf der App ist ein virtueller Stadtrundgang für Sehbehinderte programmiert", erklärt Alexander Seidel. Aber auch Gebäude wie das Klinikum sowie zwölf Ärztehäuser sind mit Wegbeschreibungen vorhanden. "Wir hoffen, auch bald die Villa Esche und die TU hinzufügen zu können. Dort laufen gerade Gespräche", so Seidel.

Die Anwendung ist für die Nutzer kostenlos und steht im Google Playstore sowie im Appstore (Apple) zur Verfügung.

Susan Endler (38) von der CWE und Alexander Seidel (39) vom SFZ Förderzentrum bringen ein Hinweisschild für die "findenApp" an der Touristinformation an.
Susan Endler (38) von der CWE und Alexander Seidel (39) vom SFZ Förderzentrum bringen ein Hinweisschild für die "findenApp" an der Touristinformation an.  © Kristin Schmidt

Titelfoto: Kristin Schmidt

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