So bekommst Du Deine Pflanzen durch die Hitze

Ratgeber - Schwitz! Die Hitze macht nicht nur Mensch und Tier zu schaffen. Auch die armen Blumen müssen in der Hitze überleben. Was ist zu tun, wenn's in den Urlaub geht?

Regenwasser ist ideal zum Gießen im Garten. Es ist nicht zu kalt, enthält keinerlei Mineralien und beeinflusst den pH-Wert und Nährstoffgehalt des Bodens kaum.
Regenwasser ist ideal zum Gießen im Garten. Es ist nicht zu kalt, enthält keinerlei Mineralien und beeinflusst den pH-Wert und Nährstoffgehalt des Bodens kaum.  © 123RF

Vorm Urlaub ist es sinnvoll, die Pflanzen noch einmal reichlich mit Wasser zu versorgen - also ab ins Wasser getaucht. Wäre die Erde zu trocken, würde das Wasser beim Gießen von oben an der Topfwand vorbei in den Untersetzer laufen. "Je nach Dauer der Abwesenheit reicht es, die Pflanzen geschützt vor Verdunstung eng zusammenzustellen“, erklärt uns der ZDF-Pflanzenexperte Elmar Mai!

Dauert der Urlaub bis zu zwei Wochen, solltet Ihr die Pflanzen mithilfe von Dochten feucht halten. Dazu stellt Ihr die Töpfe erhöht in eine Wanne und führt einen oder mehrere Dochte durch das Abflussloch ein. Die Wanne wird dann mit Wasser befüllt, ohne dass die Töpfe darin stehen und dauernass werden.

Für kleinere Gärten oder Balkone sei eine Zeitschaltuhr mit einer nachgeschalteten Tauchpumpe sinnvoll. Der Wasservorrat richtet sich nach dem ermittelten Verbrauch für die vorgesehene Zeit.

Beide Systeme stellen so Wasser zur Verfügung, entweder über das Öffnen des Wasserhahnes oder den Betrieb einer Pumpe - und schicken Wasser in die Leitungen samt Verteiler. Zeitdauer und Häufigkeit sind regelbar.

Der ZDF-Pflanzenexperte Elmar Mai gibt regelmäßig Tipps rund um Pflanzen.
Der ZDF-Pflanzenexperte Elmar Mai gibt regelmäßig Tipps rund um Pflanzen.  © PR/ZDF

Balkonkästen

Für kurze Urlaube reicht es, die Balkonkästen schattig und windgeschützt hinzustellen! Zusätzlich kann man Vorratsspeicher-Kästen verwenden, die vor der Abreise bis zum Maximum gefüllt werden. Oder Ihr steckt eine mit Wasser gefüllte verkehrt herum in den Topf...

Im Garten

Bei der Bewässerung der Gartenpflanzen ist auf die Beschaffenheit des Bodens zu achten. "Gute, humose Gartenböden sollten nach längerer Trockenheit einmal pro Woche durchdringend gewässert werden, das heißt, mit circa 50 Litern pro Quadratmeter", sagt Gartenprofi Elmar.

Achtet auf verschiedene Wurzeltypen!

Tiefwurzler wie zum Beispiel Rosen oder Koniferen gießt Ihr in der Pflanzenmitte oder in Stammnähe! So kann das Wasser an der Wurzel entlang nach unten laufen. Sinnvoll ist es auch, dort einen großen leeren Blumentopf mit kleinem Loch zu platzieren. Da kann das Wasser langsam immer wieder ablaufen und läuft nicht zu breit, sondern genau am Stamm entlang!

Normal wurzelnde Pflanzen bilden einen Wurzelteller, die ihre Saugwurzeln am äußeren Ende haben. "Je größer die Pflanze, desto weiter vom Stamm oder der Pflanzenmitte entfernt sollte man gießen. In unmittelbarer Stammnähe wäre das Wasser verschwendet“, weiß Elmar Mai.

Flachwurzler (diverse Gartenstauden) bilden kompakte Wurzelscheiben, die auf der gesamten Fläche Wasser aufnehmen können. Flach-, Mittel- und Tiefwurzler kann man gut in einem Beet mischen.

Rasen hat oberflächennahe Wurzeln, aber die Spitzen liegen trotzdem in etwa zehn Zentimetern Tiefe. Dorthin muss das Wasser gelangen. Gießt man zu wenig, fördert man das Wachstum der noch flacher wurzelnden Rasenunkräuter. Zudem strapaziert man die Gräser, weil das Wasser nicht bis zu den Wurzelspitzen gelangt.


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