Warum zahlt das Rathaus manchen Mitarbeitern mehr als Tarif?

AfD-Stadtrat Jörg Urban fragte nach.
AfD-Stadtrat Jörg Urban fragte nach.

Von Dominik Brüggemann

Dresden - Mindestens 37 Ärzte, Amtsleiter und Intendanten in städtischen Diensten werden außertariflich bezahlt. Sie erhalten dadurch mehr Geld, als es der geltende Tarifvertrag möglich macht. Das kostet die Stadtverwaltung im Jahr rund 6,1 Millionen Euro.

Dies geht jetzt aus der Antwort auf eine Anfrage des AfD-Stadtrats Jörg Urban (51) hervor. Allein in der Stadtverwaltung gibt es demnach 18 Beschäftigte, die ein außertarifliches Gehalt beziehen.

Vor allem Amtsleiter profitieren davon. Auch acht Mitarbeiter im künstlerischen Bereich haben geltende Extra-Verträge.

Die Stadtverwaltung beschäftig rund 38 Angestellte außertariflich.
Die Stadtverwaltung beschäftig rund 38 Angestellte außertariflich.

Im städtischen Krankenhaus Friedrichstadt sind es 19 Stellen, im Krankenhaus Dresden-Neustadt elf Stellen. Meist handelt es sich um Chefärzte, in zwei Fällen um Ärztliche Leiter eines Medizinischen Zentrums.

Die Stadtverwaltung argumentiert: "Stellen in diesen Führungspositionen können ohne außertarifliche Vergütung nicht mit der dafür erforderlichen fachlichen und Führungskompetenz besetzt werden."

Sprich: Ohne entsprechendes Gehalt außerhalb des vorgegebenen Tarifs blieben viele Stellen unbesetzt. Auch Altverträge müssen per Sondervertrag angepasst werden, damit sie nach neueren Tarifgruppen nicht weniger verdienen.

Fotos: Eric Münch (2)


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