Rathaus holt Tanzkongress nach Hellerau





Der „Tanzkongress 2019“ wird größtenteils in Hellerau stattfinden.
Der „Tanzkongress 2019“ wird größtenteils in Hellerau stattfinden.  © Joern Haufe

Dresden - Über eine Million Euro investieren Bund und Landeshauptstadt, um den „Tanzkongress 2019“ nach Dresden zu holen. Doch warum kämpft das Rathaus mit so viel Geld um das Tanzevent?

Die Veranstaltung hat historische Vorbilder: Dreimal - in den Jahren der Weimarer Republik 1927, 1928 und 1930 - fanden in Deutschland Tänzerkongresse statt. Die wurden mit je bis zu tausend Tänzern zur Legende. Die Machtergreifung der Nazis bereitete ein jähes Ende.

Seit 2006 findet regelmäßig eine Neuauflage statt. 950.000 Euro sponsert die Kulturstiftung des Bundes, 95.000 Euro zahlt Dresden an Eigenanteil.

In Hannover wurden im letzten Jahr immerhin 3000 Besucher gezählt. Es gab ein Kongress- sowie ein Tanzprogramm, unter anderem mit einem öffentlichen Warm-up auf dem Opernplatz und Kinderprogramm.

Getanzt wird 2019 in Hellerau. „Die Vergabe des Tanzkongresses nach Dresden ist ein Zeichen der bundesweiten Wertschätzung für den Standort mit seinen Produktions- und Ausbildungsinstitutionen“, sagt Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (40, Linke).

Dresden will zudem einen ersten Schwerpunkt bei der Bewerbung um die Kulturhauptstadt 2025 setzen und die nicht immer unumstrittene, aber hoch anspruchsvolle Tanzszene festigen.

Titelfoto: Joern Haufe


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