Wie und wo das Parken teurer wird!

Dresdens Straßenbauamts-Chef Reinhard Koettnitz (59)
Dresdens Straßenbauamts-Chef Reinhard Koettnitz (59)

Von Dirk Hein

Dresden - Kostenlose Parkplätze in der City sind eine echte Rarität. Doch jetzt werden auch die benachbarten Viertel zur Zahlzone.

Denn damit Linke, Grüne und SPD den Stadthaushalt nach ihren Wünschen umbauen konnten, wurde umdisponiert. Und die jährlich geplanten Einnahmen durch Parkgebühren um eine Million Euro hochgeschraubt. Das muss die Stadt nun umsetzen. Und so werden die Autofahrer noch in diesem Jahr zur Kasse gebeten.

Neue Parkautomaten:

Für die Johannstadt hat der Stadtrat bereits 2014 ein neues Parkkonzept durchgewinkt. Neben neuen 1500 Bewohnerparkplätzen werden weitere etwa 180 Parkplätze gebührenpflichtig.

Kostenlose Parkplätze in der City werden bald eine echte Rarität sein.
Kostenlose Parkplätze in der City werden bald eine echte Rarität sein.

Am Käthe-Kollwitz-Ufer muss zukünftig für weitere 67 Stellplätze bezahlt werden. Die geschätzten Einnahmen pro Jahr: 10.050 Euro.

„Bewirtschaftet“ werden zukünftig auch Thomas-Müntzer-Platz (41 Parkplätze, 6150 Euro), Tatzberg (12 Parkplätze, 9600 Euro) sowie Teile von Elsasser und Florian-Geyer-Straße (57 Parkplätze, 14.250 Euro).

Macht zusammen etwa 40.000 Euro pro Jahr. Hinzu kommen 70.000 Euro Zusatzeinnahmen für neue Anwohnerparkausweise.

Dresdens Straßenbauamts-Chef Reinhard Koettnitz (59) plant zudem, Ende 2015 etliche kostenlose Parkplätze rund um die TU Dresden wegfallen zu lassen.

Betroffen sind etwa Münchner Platz, Mommsenstraße und Melanchthonstraße. Die Einnahmen dafür sind noch nicht kalkuliert.

Höhere Tarife:

Die Planungen dafür sind noch nicht abgeschlossen. Höchstwahrscheinlich werden die Tagesgebühren (aktuell je nach Zone 6, 3 oder 2 Euro) erhöht. Ende des Jahres soll der Stadtrat darüber abstimmen.

Prinzip Hoffnung:

Durch ständig mehr Touristen, mehr Einwohner und mehr Shopping-Gäste hofft Koettnitz auch auf höhere Park-Einnahmen.

Weitere Bezahl-Parkplätze sind nicht ausgeschlossen. Die Stadt hat etwa die Südvorstadt zwischen Nürnberger Straße und Hauptbahnhof sowie Striesens Westen im Blick.

Betroffen von den Parkplatz-Gebühren sind unter anderem: die Innenstadt, TU-Nähe und elbnahe Gebiete.
Betroffen von den Parkplatz-Gebühren sind unter anderem: die Innenstadt, TU-Nähe und elbnahe Gebiete.

Fotos: Holm Helis, Ove Landgraf, Steffen Füssel


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