Mit diesem Trick rechnet sich das Rathaus den Kulti schön

Der Kulti wird komplett saniert. Für die Baustelleneinrichtung auf den Gehwegen werden jetzt 1,46 Millionen Euro fällig.
Der Kulti wird komplett saniert. Für die Baustelleneinrichtung auf den Gehwegen werden jetzt 1,46 Millionen Euro fällig.

Die städtische KID muss deshalb wie jede andere Firma für die Baustelleneinrichtung rund um den Kulturpalast Gebühren an die Stadt zahlen. Macht bis Ende 2016 satte 1,46 Millionen Euro.

Jetzt kommt der Rechentrick von Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (52, CDU): „Da diese Gebühren nicht im Projekt eingeplant waren, das Straßen- und Tiefbauamt aber eine Einnahme realisiert, welche ebenfalls nicht eingeplant war, wird diese Mehreinnahme als Deckung genommen.

Dies versetzt die KID in die Lage, die Gebühren der Stadt zu bezahlen.“

Heißt konkret: Reinhard Koettnitz (60) darf mit den urplötzlich eingenommenen 1,46 Millionen Euro eben keine Schlaglöcher stopfen, sondern muss das Geld Cent für Cent sofort wieder abgeben.

Laut Vorjohann ein „einfacher Ringtausch von Haushaltsmitteln“.

Das Gesamtprojekt Kulti-Sanierung verteuert sich dennoch von 81,5 Millionen Euro „Festpreis“ auf nun mindestens 83 Millionen Euro …

Wie gewonnen - so zerronnen. Reinhard Koettnitz (60), Chef des Straßen- und Tiefbauamtes, muss das Extra-Geld wieder abgeben.
Wie gewonnen - so zerronnen. Reinhard Koettnitz (60), Chef des Straßen- und Tiefbauamtes, muss das Extra-Geld wieder abgeben.

Fotos: Petra Hornig, Christian Suhrbier, Steffen Füssel


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