Noch bröseliger als befürchtet! Bastei-Rettung verzögert sich

Rathen - Es werden doch noch mal zwei Jahre mehr: Die neue Aussichtsplattform auf der Bastei wird nicht vor 2023 fertig, inzwischen ist auch von 2024 die Rede, so Touristiker.

Brösel, brösel: Bohrkerne zeigen, wie porös der Fels im Inneren ist.
Brösel, brösel: Bohrkerne zeigen, wie porös der Fels im Inneren ist.  © Thomas Thürpe

Die zentrale Aussichtsplattform war Mitte 2016 gesperrt worden - zumindest die vorderen zehn Meter. Grund: Der bröckelnde Sandsteinfels darunter. Das fast 200 Meter hohe Massiv sorgte in den vergangenen Jahren immer wieder für gefährliche Situationen.

Am Buß- und Bettag des Jahres 2000 krachte mittags eine "Nase" des benachbarten Wartturms in die Tiefe. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt, obwohl am Fuß ein Wanderweg entlang führt und eine Bergsteigerhütte steht.

Mitte 2014 löste sich auf der Basteibrücke eine Steinplatte und verletzte eine Touristin.

Im Sommer 2019 bewegte sich ein acht Meter hoher Sandsteinkegel (Steinschleuder) an der Brücke. Mehrere Kletterwege wurden gesperrt.

Der Fels unter der Plattform aber ist so porös, wie inzwischen festgestellt wurde, dass nur aufwendige Pfahlbohrungen den Koloss stabil halten und später die schwebende Plattform stützen.

Aber auch die Tierwelt spielt für die Verfahrensdauer eine gewichtige Rolle: Naturschützer wollen die dort lebenden Arten genau einen Jahreskreis lang beobachten, um die Auswirkungen von so intensiven Bauarbeiten abschätzen zu können.

So soll die schwebende Basteiaussicht einmal aussehen.
So soll die schwebende Basteiaussicht einmal aussehen.  © Foto/Repro: Thomas Türpe
Die heutige zentrale Aussicht auf der Bastei ist im vorderen Abschnitt gesperrt.
Die heutige zentrale Aussicht auf der Bastei ist im vorderen Abschnitt gesperrt.  © Thomas Türpe

Titelfoto: Thomas Türpe

Mehr zum Thema Sachsen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0