Achtung Steinschlag! Wanderverbote in der Sächsischen Schweiz

Rathen - Wenn es bröckelt, hat es sich ausgewandert: An mehreren Stellen der Sächsischen Schweiz heißt es derzeit: "Betreten Verboten!" Denn die malerisch anzusehenden Sandsteinfelsen werfen vermehrt lebensgefährliche Brocken ab. Betroffen ist auch der berühmte Malerweg.

Der Malerweg an der Amselfallbaude muss nun gesperrt werden.
Der Malerweg an der Amselfallbaude muss nun gesperrt werden.  © Marko Förster

Im Sommer 2017 krachte es: Rund 1,5 Kubikmeter Fels fielen in den Amselgrund, demolierten die Amselfallbaude (TAG24 berichtete).

Ein böses Omen, denn seit 2019 darf Pächter Uwe Knaak (59) die Traditionseinkehr am Malerweg nicht mehr öffnen. Nun soll es sicherer werden.

"Diese Sicherungsarbeiten, zu denen insbesondere das Beräumen des losen Felsmaterials gehört, werden voraussichtlich am 13. Januar beginnen", sagt Alwin-Rainer Zipfl (45) vom Sächsischen Immobilien- und Baumanagement. "Geplant ist, sie Mitte Februar abzuschließen."

Kosten: 100.000 Euro. Während der Arbeiten muss der Weg zwischen dem Abzweig zu den Schwedenlöchern und dem zur Bastei gesperrt werden.

Gerettet ist die Baude damit nicht: Weitere Sicherungsarbeiten müssen noch geplant und genehmigt werden.

Nicht die einzige Bröckelstelle: Im Kirnitzschtal, wo es auch immer wieder zu Steinschlägen kommt, laufen ebenfalls Maßnahmen, die heute die Neumannmühle erreichen.

"Der Parkplatz und davon abgehende Wanderwege müssen aus Sicherheitsgründen während der Arbeiten an Werktagen gesperrt werden", sagt Nationalparksprecher Hanspeter Mayr (54). Zwei Wochen soll das so bleiben.

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