Trübe Aussichten! Bastei-Plattform muss weg

Traumhafter Blick vom Basteifelsen auf das Elbtal.
Traumhafter Blick vom Basteifelsen auf das Elbtal.

Rathen - Die weltberühmte Bastei-Aussicht wird es künftig wohl nicht mehr geben - zumindest vom vorderen Felsbereich. Der Freistaat plant den Rückbau der Besucherplattform. Wie es dann weiter geht, ist offen.

Wegen Bröckel-Gefahr sind die vorderen acht Meter auf dem Bastei-Felsen seit 14 Monaten gesperrt, die Besucherplattform nicht begehbar. Nun soll sie ganz verschwinden, um weitere Arbeiten am Fels zu ermöglichen. "Nach Angaben des Sächsischen Immobilien- und Baumanagements ist der Felskörper unterhalb der Basteiaussicht nicht mehr standsicher. Zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit sind Felssicherungsmaßnahmen nötig", begründet Ingolf Ulrich (51) von der Landesdirektion Sachsen (LDS).

Die Felsarbeiten sollen in zwei Schritten erfolgen. Zunächst wird am Fuß des Felsens ein Schutzzaun vor Steinschlägen errichtet. Danach kann der Rückbau der Aussichtsplattform mit Geländern, Wegeplatten und Brücke erfolgen - laut SIB-Antrag "in Verbindung mit Sanierungsmaßnahmen auf der Felsoberfläche".

Wie es dann weiter geht, steht noch nicht fest. Das federführende Finanzministerium wollte sich nicht näher äußern: "Die Gesamtplanungen sind noch nicht abgeschlossen", sagte ein Sprecher.

Dieter Schröter (69), Chef des nahen Berghotels, plädiert für eine neue Besucherplattform, die leicht erhöht über den gesperrten Felsbereich angebracht wird.

Die Besucherplattform wurde inzwischen dicht gemacht.
Die Besucherplattform wurde inzwischen dicht gemacht.  © Thomas Reichstein
Vielleicht wird eine neue Besucherplattform über dem gesperrten Felsbereich errichtet.
Vielleicht wird eine neue Besucherplattform über dem gesperrten Felsbereich errichtet.  © Thomas Reichstein

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