Warum das DRK Migranten als Blutspender in NRW sucht

Ratingen/Düsseldorf – Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) will mit dem Projekt BluStar.NRW mehr Migranten als Blutspender gewinnen.

Das DRK hofft auf mehr Blutspenden von Migranten in NRW (Symbolbild).
Das DRK hofft auf mehr Blutspenden von Migranten in NRW (Symbolbild).  © DPA

Zwar haben sich bereits mehr als 11.000 Menschen mit Migrationshintergrund in Nordrhein-Westfalen an einem Blutspendeprojekt des DRK für Zugewanderte beteiligt.

Diese Gruppe sei jedoch bislang deutlich unterrepräsentiert, sagte der Sprecher des DRK-Blutspendedienstes West, Stephan Küpper, in Ratingen.

Allgemein gibt es zu wenige Blutspender aus Afrika und dem Mittleren und Nahen Osten. Wegen unterschiedlicher Blutgruppeneigenschaften kommen für sie Transfusionen von Europäern oft nicht infrage. Daher sollten Menschen aus den verschiedensten Regionen der Welt angesprochen werden, sagte Küpper.

Küpper berichtete, das DRK informiere in Flyern in deutscher, englischer, französischer und arabischer Sprache und nutze seine Erfahrung in der Betreuung von Migranten. Die künftige Versorgung dieser Patienten werde sich mit mehr Spendern deutlich verbessern, sagte er.

"Tatsächlich gab es aus dem Kreis der rund 3000 Registrierten schon eine Stammzellspende." Für Menschen, die an Blutkrebs erkrankt sind, ist eine Stammzellspende oft die einzige Chance auf Heilung.

BluStar.NRW

Das auf drei Jahre angelegte Projekt dauert bis Ende 2020. Beteiligt sind der DRK-Blutspendedienst, die Universitäten in Essen und Düsseldorf, die Caritas und die Westdeutsche Spenderzentrale. Die Universitäten entwickeln Neuerungen zu Blutuntersuchungen.

Der Blutspendedienst gehört zu den Aufgaben des DRK (Symbolbild).
Der Blutspendedienst gehört zu den Aufgaben des DRK (Symbolbild).  © DPA

Titelfoto: Bild-Montage dpa/dpa

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