Rattenplage in Leverkusen? Stadt äußert sich zu Vorwürfen

Leverkusen – Gibt es in Leverkusen eine Rattenplage? Ein aktuelles Youtube-Video legt dies nahe. Die Stadt Leverkusen äußerte sich auf Nachfrage von TAG24 und hat eine andere Meinung.

Die Stadt Leverkusen räumt eine Rattenproblematik am Busbahnhof Wiesdorf ein (Symbolbild).
Die Stadt Leverkusen räumt eine Rattenproblematik am Busbahnhof Wiesdorf ein (Symbolbild).  © Henning Kaiser/dpa

In dem knapp zwölfminütigen Video beschäftigt sich der Youtuber Benedict Bartsch mit der Rattenproblematik in Leverkusen und besucht dazu den Bahnhof "Mitte". Hier spricht er mit Taxifahrern und sieht und hört auch selbst einige der Nagetiere, als es dämmert.

Leverkusens Pressesprecherin Julia Trick sieht kein größeres Problem in ihrer Stadt. Jede Großstadt habe mit einer gewissen Rattenpopulation zu kämpfen.

Trick gibt jedoch zu, dass es am Busbahnhof Wiesdorf "leider immer mal wieder zu einem hohen Rattenaufkommen" komme. Die Stadt setzt in diesem Fall in Kooperation mit der Deutschen Bahn und Schädlingsbekämpfern auf Fallen und Giftköder.

Zudem würden die Mülleimer und der Bereich um sie herum täglich geleert und die Grünflächen werden nun zweimal statt einmal in der Woche gereinigt.

Da Ratten grundsätzlich durch Lebensmittelreste angelockt würden, appelliert die Stadt Leverkusen auch an die Eigenverantwortung der Bürger. Müll und Essensreste sollten nicht einfach weggeworfen werden. Zudem sollten Essensreste wie Kartoffeln, Nudeln oder Fleisch nicht in die Toilette oder den Ausguss gekippt werden, da sie so in die Kanalisation gelangen und zum Futter für Ratten werden.

Ratten als Krankeitsüberträger

Bei Hinweisen auf Rattenbefall solltet Ihr euch an die Stadt Köln wenden (Symbolbild).
Bei Hinweisen auf Rattenbefall solltet Ihr euch an die Stadt Köln wenden (Symbolbild).  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Ratten leben nicht nur im Kanalsystem, sondern auch überirdisch beispielsweise in Bauruinen oder im Buschwerk. Daher sieht man die Nagetiere auch ab und an durch die Stadt laufen.

Als Allesfresser findet die Ratte in der Umgebung des Menschen meistens genügend Nahrung.

Gefürchtet sind die Tiere aufgrund ihrer Rolle als Krankheitsüberträger. Ratten können über 120 Infektionskrankheiten übertragen, Tierseuchen verbreiten oder als Reservoirtiere für Zecken dienen.

Falls Ihr Ratten auf Eurem Grundstück entdeckt, dürft Ihr unter Beachtung der Gebrauchsanweisung zu Rattengift greifen. Wer Hinweise auf eine Rattenpopulation wie Kot oder Löcher beobachtet, kann sich an die Stadt Köln wenden.

Die Stadt ist ebenfalls der Ansprechpartner bei Rattensichtungen auf öffentlicher Fläche und in der Kanalisation.

Tipps zur Vermeidung einer Rattenplage

In Großstädten wie Leverkusen oder Köln gibt es auch viele Ratten (Symbolbild).
In Großstädten wie Leverkusen oder Köln gibt es auch viele Ratten (Symbolbild).  © 123RF/englishinbsas

In Ergänzung zu den Hinweisen der Stadt Leverkusen gibt es auch seitens der Stadt Köln einige Handlungsempfehlungen, um die Rattenpopulation möglichst gering zu halten:

  • Keine Lebensmittel auf den Komposthaufen werfen und nur geschlossene Kompostbehälter verwenden.
  • Küchenmüll nur in geschlossenen Plastiktüten in die Mülltonne werfen.
  • Den Müllsack erst am Abholtag auf die Straße stellen.
  • Keine Tauben, Enten oder andere Vögel füttern, da das Restfutter Ratten anlocken kann. Katzen nur unter Futteraufsicht im Freien füttern.
  • Keine Lebensmittel in der Toilette entsorgen.
  • Kein Fastfood in der Natur wegwerfen.
  • Alle Mülltonnen immer schließen
  • Im Falle eines Rattenbefalls diesen umgehend der Schädlingsbekämpferstelle der Stadt Köln oder einem Schädlingsbekämpfungsdienst melden.

Titelfoto: Bild-Montage Henning Kaiser/dpa, 123RF/englishinbs


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