Rauchen macht krank, wie diese steigenden Zahlen aus NRW belegen

Düsseldorf - Die Zahl der raucherspezifischen Lungen- und sonstigen Krebserkrankungen legt in Nordrhein-Westfalen weiter zu.

Ein krankmachender Glimmstängel in voller Pracht.
Ein krankmachender Glimmstängel in voller Pracht.  © DPA

Laut Statistischem Landesamt lag sie 2017 bei gut 122.000 Patienten - knapp ein Prozent über dem Vorjahresstand und mehr als ein Viertel über dem Stand zehn Jahre zuvor.

Behandelt worden seien mehr als 68.000 Patienten mit chronischer obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) und knapp 54.000 Fälle von Lungen-, Bronchial-, Kehlkopf- oder Luftröhrenkrebs.

Das teilte das Landesamt anlässlich des Weltnichtrauchertages (31.5.2019) am Mittwoch mit.

Im Zehn-Jahres-Vergleich von 2007 bis 2017 ist der Anteil der Frauen an den schwer Erkrankten von 37,5 auf 43,6 Prozent gestiegen.

Das Durchschnittsalter der Patienten lag bei gut 69 Jahren.

Raucher können die Kosten für Medikamente zur Entwöhnung nicht bei gesetzlichen Krankenkassen geltend machen. Das hat das Bundessozialgericht am Dienstag in Kassel entschieden.

Raucher-Medikamente zur Entwöhnung muss die Kasse nicht zahlen

Warnhinweise auf Zigarettenpackungen.
Warnhinweise auf Zigarettenpackungen.  © DPA

Eine lungenkranke Klägerin verlangte von ihrer Kasse Geld für ein Medikament zur Raucherentwöhnung.

Aus Sicht der Richter kann eine Entwöhnung auch ohne Medikamente erreicht werden. Zudem gehörten diese Arzneimittel nicht zum Leistungskatalog der Kassen.

Die Frau hatte von ihrer Kasse auch die Übernahme weiterer Kosten für eine umfangreiche Therapie verlangt.

Doch aus verfahrenstechnischen Gründen äußerten sich die Richter zu diesen Punkten nicht, wie ein Gerichtssprecher sagte.

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